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Donnerstag, den 07. Juli 2005 bis Samstag, den 09. Juli 2005
07. Juli 2005: Der Tag ist heute trotz schönen Wetters nicht besonders schön für mich. Ich halte die Arbeit hier nicht mehr aus. Ständig das monotone Begutachten der Mangobäume. Sollten diese verstorben sein, so sind diese gegen neue auszutauschen. Das ist ein Knochenjob. Ich bin froh, daß ich morgen meinen letzten Arbeitstag hier habe. Heute abend bin ich zu Velda zu hause zum Abendessen eingeladen. Der Schwiegervater, die Tochter und der Ehemann von Velda sind ebenfalls zugegen. Zusammen gehen Velda, die Tochter und ich bei Woolworths in Katherine das Nötige zum Essen einkaufen. Dann folge ich den Beiden mit meinem Motorrad zu ihr nach Hause. Das Abendessen ist wunderbar. Die Leute so was von herzlich. Wir unterhalten uns sehr gut. Es wird deutlich, daß die Australier doch eine unglaubliche Überzeugung haben und daß sie stolz auf ihren Lebensstil sind. Das finde ich auch, daß die Denkweise der Australier nachahmenswert ist. Um 20 Uhr verabschiede ich mich von den Dreien, um zurück zu meinem Campingplatz zu fahren. Vielen Dank Velda für die freundliche Einladung! Morgen ist mein letzter Arbeitstag bei Harvest One. Jippi!
08. Juli 2005: Heute ist mein letzter Arbeitstag bei Harvest One. Ich hasse es, die verstorbenen Mangobäume herauszufinden, um diese gegen neue auszutauschen. Mit Murray habe ich in der Frühstückspause noch ein nettes Gespräch über Burma. Er sei 3 Jahre dort gewesen. Es sei ein faszinierendes Land, so Murray. Murray gibt mir dann noch das Referenzschreiben, um das ich ihn am Montag gebeten hatte. Danke, Murray! Ich mache dann mit meiner Arbeit weiter bis halb zwei mittags. Dann habe ich keine Lust mehr, obwohl noch 3 Stunden zu arbeiten sind. Murray ist weg. Dave ist alleine mit mir auf der Farm. Da er aber im Büro sitzt und mich nicht arbeiten sieht, setze ich mich einfach irgendwo zwischen die Bäume und genieße die Ruhe. Nach zwei Stunden gehe ich in das Büro zurück und sage Dave, Arbeit erledigt. Naja, fast. Sektion 2 ist noch nicht fertig. Dave sagt, kein Problem, also "No Worries!" und wir fahren zurück nach Katherine. Ich verabschiede mich von Dave, wünsche ihm alles Gute und will dies ebenfalls bei Grunt Labour in Katherine machen. Velda ist dort. Sie lädt mich ein letztes Mal zu sich nach Hause ein. Es gäbe BBQ, sagt sie mir. Die Tochter sei ebenfalls dort. Abends beim BBQ stelle ich aber fest, daß sie einen Freund hat, leider. Velda stellt mir das Gästebett zur Verfügung. Seit Monaten wieder in einem Bett geschlafen zu haben ist himmlich! Seit ich Brisbane im Januar verlassen habe, habe ich in keinem Bett mehr geschlafen.
09. Juli 2005: Den Tag beginne ich gut ausgeschlafen mit einem leckeren Frühstück bei Velda komme ich noch zum Fazit, daß ich das Reisen wirklich sehr zu schätzen weiß; es also für mich nicht in Frage kommt, auf die Art seßhaft zu leben, wie Velda und ihre Familie es tun.
Nach einem herzlichen Abschied packe ich meine Sachen und mache mich auf in Richtung Darwin über Pine Creek, Hayes Creek und Adelaide River. Wow, das ist vielleicht eine Erleichterung!
Auf dem Weg von Katherine nach Darwin am 09. Juli im Querformat:
(Bitte auf das Bild klicken!)
Auf dem Weg von Katherine nach Darwin am 09. Juli im Hochformat:
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In Darwin angekommen, betrete ich eine Aussichtsplattform. Unter mir erstreckt sich das weite Meer. Ein Mann aus Australien betritt ebenfalls die Aussichtsplattform. Ich sage ihm stolz, daß ich nun mein Ziel in Australien nach 2500 Kilometern auf dem Motorrad erreicht habe. Der Mann ist jedoch nicht sonderlich beeindruckt, leider!
In Darwin beziehe ich Quartier auf einem Campingplatz 10 Kilometer südlich von Darwin, da es hier billiger ist. Allerdings ist dieser Campingplatz direkt am Stuart Highway. Diese Kröte muß ich halt schlucken wegen der Geldersparnis.
Der Abend klingt lustig aus, da ich den 40 Jahre alten und aus Deutschland kommenden Thomas kennenlerne. Thomas sieht mich mit 24 Dosen Bier an der Einfahrtsschranke zum Campingplatz kommen. Völlig uneigennützig bietet er mir an, mir diese schwere Bierlast abzunehmen, damit ich besser mit dem Motorrad an der Schranke vorbeisteuern kann. Wir beide kommen schnell ins Gespräch. Thomas erzählt, daß er zusammen mit seiner etwa 40 Jahre alten Freundin Christa mit ein paar kleineren Unterbrechungen seit Deutschland mit dem Fahrrad unterwegs sei. Die Beiden hätten die Ost-Türkei, Iran und vor allen Dingen Indien mit dem Fahrrad bereist. Vor allen Dingen die am Meer liegenden Hotels in Indien hätten es ihnen angetan, erzählen Thomas und Christa wenig später, als wir uns treffen, um ein paar von mir mitgebrachte Bier gemeinsam zu trinken. Der Abend wird richtig feucht fröhlich. So gegen 23 Uhr knipsen wir dann alle das Licht aus, um schlafen zu gehen. Gute Nacht allerseits!
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