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Montag, den 11. Juli 2005 bis Donnerstag, den 14. Juli 2005

11. Juli 2005: Erst einmal was allgemeines. Darwin ist doch nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe. Die Touristen von Übersee kommen am Flughafen am Rande von Darwin an und erhalten hier "Australien Light". Es ist alles nach dem Geschmack der Touristen. Mich bewegt in aller erster Linie, wie ich Australien in Richtung Asien wieder verlassen kann, nachdem Mama mich wieder in Richtung Deutschland verlassen wird Anfang August. Die Möglichkeiten dazu sind leider sehr eingeschränkt. Genau genommen ist dies nur auf dem Luftwege möglich. In der Vergangenheit, also einige Jahrzehnte zurück, sind Schiffe zu den südostasiatischen Inseln gefahren, die dann auch Passagiere von Darwin mitgenommen haben. Das ist aber heute nicht mehr möglich, wie man mir bei einer in Darwin ansässigen Schifffahrtsgesellschaft mitteilt. Das ist natürlich sehr bedauerlich, da ich schon gerne den Weg zu Wasser zwischen Darwin und der etwa 800 Kilometer nordöstlich gelegenen Insel Ost-Timor zurückgelegt hätte. Aber was solls. Am Freitag landet meine Mutter in Darwin! Ich freue mich riesig! Hier sind einige Aufnahmen von Thomas und Christa und mir beim Frühstücken nach einer weiteren durchzechten Nacht mit den Beiden auf dem Campingplatz in Darwin. Ich bin richtig im Eimer heute morgen, wie man sieht. :-)

Thomas und Christa brechen auf vom Campingplatz in Darwin am 11. Juli 2005, um mit dem Fahrrad weiter nach Südaustralien zu fahren. Das ganze im Querformat:

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Thomas und Christa brechen auf vom Campingplatz in Darwin am 11. Juli 2005, um mit dem Fahrrad weiter nach Südaustralien zu fahren. Das ganze im Hochformat:

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Typisches Backpacker-Hostel in Darwin:

Im Hafen von Darwin:

12. Juli 2005: Von den Leuten auf dem Campingplatz und von den Leuten in Darwin insgesamt bin ich menschlich absolut enttäuscht. Alle scheinen nur die Vermehrung ihres Wohlstandes im Kopf zu haben. Es geht allen nicht um das Freuen auf den Empfang fremder Gäste, sondern nur um den schnellen Dollar. Das ist gräßlich und führt mich nach meiner langen Reise durch das Outback auf den Boden der Tatsachen zurück. Wenn ich mich nicht mit meiner Mutter hier am Flughafen treffen würde, ich würde sofort weiterfahren in Richtung Westaustralien. Aber so ist es nun mal. Darwin hat aber auch seine schönen Seiten: Das Meer! Ich gucke oft auf das offene Meer hinaus. Ich sehne mich nach einer Überfahrt mit dem Schiff von Darwin nach Südostasien. Wie gesagt, diese Möglichkeit bietet Darwin nicht. Es fahren nur Transportschiffe von Darwin nach Ost-Timor beziehungsweise in die asiatischen Gewässer wegen den Erdölfeldern. Neben dem unmenschlichen Wesen der Leute hier ernüchtert mich das ebenfalls sehr. Das heutige australische Wirtschaftssystem hat den Transportaustausch zwischen Darwin und den südostasiatischen Inseln so geprägt, daß nur Fachleute für Erdöl oder Lebensmittelhandel mit dem Schiff von Darwin in Richtung Südostasien in See stechen dürfen. Touristen müssen mit Air North fliegen. Naja, ich gebe mich damit zufrieden und werde, wie ich bereits am Sonntag recherchiert habe, im August mit dem Flugzeug von Air North von Darwin nach Dili auf Ost-Timor fliegen. Heute abend jedenfalls beobachte ich Leute, wie sie am Strand abendliche Stunden verbringen.

Meine Blicke auf das abendliche offene Meer in Richtung Südostasien sind mit der Sehnsucht verbunden, auf dem Wasserwege von Darwin nach Dili fahren zu können:

13. Juli 2005: Ich glaube, ich habe zu oft gebadet im Swimming Pool des Campingplatzes, auf dem ich gerade verweile. Ich habe eine deftige Außenohrinfektion abbekommen. Morgen verlasse ich zum Glück den Campingplatz hier. Der Krach vom Stuart Highway 500 Meter von meinem Zelt weg ist unerträglich. Ich zahle heute abend schon die Campingplatzgebühr für die paar Tage, an denen ich hier gewesen bin, um morgen ganz früh abhauen zu können. Um mich dann von den Strapazen mit meinem Ohr und mit dem Stuart Highway zu erholen, verweile ich den ganzen Tag am Mindil Strand. Der Abend ist unglaublich schön am Strand hier. Ich sehe das erste Mal einen wirklich wunderschönen Sonnenuntergang. Die Sonne taucht richtig in das Meer ein. Unweit vom Mindil Strand findet mal wieder der Mindil Strandmarkt statt. Ich kaufe mir aber nichts. Ich muß sparen.

Abendstimmung und Sonnenuntergang am Mindil Strand am 13. Juli 2005 im Querformat:

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Sonnenuntergang am Mindil Strand am 13. Juli 2005 im Hochformat:

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14. Juli 2005: Früh am Donnerstag morgen verlasse ich den Campingplatz endgültig, um den Sonnenaufgang an der Werft von Darwin Zentrum mitzuerleben. Ich habe alle Sachen an mein Motorrad geschnallt. Nachher geht es zum Campingpwagenverleiher, um den Campingwagen abzuholen. Meine Mutter kommt morgen aus Deutschland! Ich freue mich sehr! Da muß aber alles vorbereitet sein. Ich fahre also an die Werft und mache dann folgende Aufnahmen und ein Video:

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Sonnenaufgang an der Werft in Darwin am 14. Juli 2005:

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Nach dem sagenhaften Sonnenaufgang bin ich wieder guter Dinge und ich kann mich wieder um die ernsten Dinge des Lebens kümmern. Als erstes gehe ich mal zum Doktor wegen der Außenohrinfektion, die ich mir wahrscheinlich im Swimming Pool vom soeben verlassenen Campingplatz zugezogen habe. Der Doktor verschreibt mir dann Antibiotika zur Heilung der Außenohrinfektion. Ich erhalte dann noch eine Impfung gegen Hepatitis A, da ich ja bald nach Südostasien aufbrechen werde. Als nächstes treffe ich einige Vorbereitungen für die Ankunft meiner Mutter von Übersee. Ich hole den Campingwagen, den ich telefonisch in Winton in Queensland Anfang Juni bestellt habe, bei Wicked in Darwin ab. Mein Motorrad lasse ich auf dem Hof von Wicked stehen. Dann kann Mamachen ja kommen! Ich schlafe heute nacht die erste Nacht in dem von Wicked ausgeliehenen Campingwagen. Morgen früh muß ich rechtzeitig am Flughafen von Darwin sein, um Mamachen abzuholen. Ihre Ankunftzeit wird etwa 4.15 Uhr betragen. Doch bevor es Schlafenszeit im Campingwagen irgendwo an einem abgelegenen Platz in Darwin ist, gelingen mir noch zwei Aufnahmen vom Sonnenuntergang am Mindil Strand.

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