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Freitag, 08. April bis Sonntag, 10. April 2005
Am Morgengrauen geht es freitags los in Richtung Murgon, etwa 100 km nördlich von Yarraman.
Es ist dicht bewölkt, als ich den Kern des kleinen Örtchens erreiche. Sofort erkundige ich mich nach Arbeit bei einer Tourismusexpertin. Sie ist sich nicht sicher, allerdings kann sie mir abraten hier zu bleiben, da außer Tomatenernten nichts im Umland geschieht; und eben diese sei vor kurzem geschehen. Ich richte mich nach dieser Information und quartiere mich daraufhin auf dem hiesigen Campingplatz ein. Da es wirklich nach Regen aussieht, stelle ich mein Zelt unter einem riesigen Baum auf und lege noch eine blaue Plane drüber, die ich mir in Stanthorpe kaufte und die mir bereits in Thulimbah in besonders regnerischen und kalten Zeiten gute Dienste erwiesen hat.
Am nächsten Tag sehe ich mich etwas in Murgon um. Die Geschäftsstrasse ist sehr schön. Wenn man am Ortsrand steht, dann steht man vor einer Bahnschranke und man hat einen Einblick auf den Beginn der Geschäftsstrasse:
Die obere Geschäftsstrasse von Murgon:
Ich erfahre hier, dass hier im Umkreis von Murgon sehr viele Aborigenees wohnen. Sie gehen hier in Murgon einkaufen.
Ich spreche ein Aborigenees-Mädchen an
und frage sie, wo denn Aborigenees hier im Umkreis ihr Zuhause haben. Sie ist sehr freundlich, spricht Englisch wie viele Aborigenees hier und sagt mir, dass nur 10 Kilometer von hier Cherbourg sei:
Die Häuser sind hier ein wenig kleiner und sie stehen weiter auseinander
In Cherbourg:
Wieder zurück von Cherbourg stecke ich voller interessanter Einblicke. Es zeigt mir, dass Aborigenees hier noch ihr eigenes Dorf haben, in dem sie ihre eigene Identität haben, jedoch dort auch mit überwiegend eigener Infrastruktur zurecht kommen müssen. Die Ureinwohner stört dies wenig, da viele von ihnen, ähnlich wie viele Menschen in Südostasien, völlig eigene religiöse und natur- und menschenverbundene Umgangsweisen motiviert.
Am Sonntag wird es Zeit, Abschied zu nehmen von Murgon. Ich "steche in Fahrt" nach Gayndah!
Ich breche also auf, nachdem ich mein gemütliches Quartier auf dem Campingplatz in Murgon
abgebaut habe.
Alsdann geht es gegen 1 Uhr mittags gen Nordwesten. Links von der Strasse sind sanfte Hügel auszumachen und viel weites Land, auf dem vereinzelt Bullen grasen. We love Australia!
Wunderschönes Australien zwischen Murgon und Gayndah:
(Bitte auf das Bild klicken!)
Gayndah kommt immer näher:
(Bitte auf das Bild klicken!)
Abends werde ich von Rita, einer Mitarbeiterin der Arbeitervermittlung "Forstaff" in Australien 50 km weit in den Busch geschickt. Sie verspricht mir dort Arbeit. Dort ist aber nichts als Busch. Ich bin so sauer, zumal es gerade dunkel wird. Als ich zurück bin, sage ich ihr die Meinung. Es ist eine unglaublich gemeine Frau, eine Immigrantin aus Österreich. Sie hat keinerlei Verantwortungsbewußtsein. Wahrscheinlich verbucht sie diese Vermittlung als Erfolg bei ihrer Firma. Voll mit ärger über diesen Vorfall und müde von den Strapazen stelle ich zentral in Gayndah unweit einer Strasse, unweit eines Naherholungsparks und unweit eines Windrades mein Zelt auf. Der Himmel ist sternenklar, auch mein Gemüt, bzw. mein Kopf ist sehr klar und frei. Ich fühle mich sehr wohl in dieser Umgebung, trotz der unmittelbar zurückliegenden Vorfälle.
Ich sehe vor, nicht wieder auf einem Campingplatz zu landen umgeben von vielen Halbstarken, wo Lärm und Party überwiegt, und egoistischen Einheimischen, die sich und ihren Wohnwagen in den Mittelpunkt ihres Reisens stellen. Statt dessen suche ich nach Ruhe und Erholung. Naja, wir werden sehen, wie es weiter geht!
Reizvolle Landschaft während des Ritts durch den Busch bei nahezu leerem Tank:
(Bitte auf das Bild klicken!)
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