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Montag, 11. April bis Samstag, 16. April 2005

Am Montagmorgen

gehe ich in unmittelbarer Nähe einen Waschraum aufsuchen. Alles Gepäck befindet sich auf dem Motorrad. Der Tank ist wieder voll. :-) Und ich habe mich vom gestrigen Schock erholt. Nun steht eine Begegnung mit einem in Australien lebenden Dänen an, mit dem ich mich sehr gut auf Deutsch unterhalten kann und der mir viel Weisheiten in Bezug auf Einfach-so-Zufriedensein und guten Umgang miteinander mitgeben kann, so dass ich nun wieder motiviert bin, einen nächsten Arbeitgeber zu finden und mich ggf. auf einem hiesigen Campingplatz für die Zeit des Arbeitens niederlassen.

Ich fahre etwas außerhalb von Gayndah,

um einen neuen Arbeitgeber zu finden. Ich fahre zwei Onstanbaugebiete an. Beim zweiten Obstanbaugebiet bin ich erfolgreich. Butch, ein Vorarbeiter von Glend Grove Orchard Pty. Ltd. schickt mich zur Verwaltung etwa 20 km weit weg irgendwo im Busch. Dort könne ich meine Personenangaben abliefern und Arbeitsunterlagen abholen oder ggf. unterschreiben.

Als ich so die 20 km in Richtung Verwaltung zurücklege, bin ich absolut erstaunt über das, was sich unweit der Strasse an Reichtümern von hiesigen Obstanbaugebietsbesitzern und -firmeninhabern auftut. Riesige Wohnanlagen mit feudalen Gärten wuchtig umzäunt und versperrt durch automatische Toranlagen.

Etwa 20 km ausserhalb von Gayndah erreiche ich die Betriebsstätte von Glen Grove Orchard Pty. Ltd. Nach kurzer Vorstellung habe ich den Job als Mandarinen- und Zitronenpflücker. Ich bin sehr erleichtert. Es geht wieder zurück nach Gayndah, um mich mit Butch, einem Vorarbeiter von Glen Grove Orchard auf dem Mandarinen- und Zitronenbaumanwesen zu treffen. Ich signalisiere ihm, dass ich den Job habe und er wünscht mein Erscheinen morgen früh um 6.00 Uhr. Sehr gut.

Naturimpressionen nicht weit weg von der Glen-Grove-Orchard-Obstplantage:

Auf dem Campingplatz "Manda Inn" auf der anderen Seite des durch Gayndah fließenden "Burnett Rivers"

quartiere ich mich ein. Die Besitzer des Campingplatzes haben auch eine Tankstelle. Beides ist sehr gut von der Hauptstrasse aus erreichbar.

Abendliches Gayndah:

Auf dem Campingplatz herrschen strenge Regeln. Ich habe mein Zelt inmitten vieler "Zelttouristen" stehen am Abhang zum "Burnett River". Abends um 21 Uhr geht der Küchenstrom aus, so dass von da an kein Kochen oder Aufenthalt in der Küche bis morgens 5 Uhr möglich ist. Mein Protest ist leider ergebnislos. Die Campingplatzbesitzer geben sich sehr autoritär. Die Leute in meiner unmittelbaren Umgebung sind sehr nett, aber wie immer sehr lange sehr laut, obwohl sie auch morgens früh aufstehen, um als Pflücker zu arbeiten. Um mich herum stauen sich die Zelte!

Butch, der Vorarbeiter, schwingt die Peitsche auf der Farm. Ich schaffe ungefähr 1 bis 2 Plastikcontainer voll mit Zitrusfrüchten am Tag. Bezahlt wird nach der Menge voller Plastikcontainer.

Adam, der Kollege, mit dem ich arbeite, ist ein hervorragender Pflücker. Er schafft am Tag 4 bis 5 Plastikcontainer voll mit Zitrusfrüchten. Angefeuert ist er unter anderem durch Radiosender "Triple J" aus Australien. Die Musik ist klasse und wir hören den ganzen Tag ununterbrochen "Triple J", während wir pflücken. Adam fährt auch den Traktor mit den Plastikcontainern von Abschnitt zu Abschnitt, je nachdem, wo wir eingesetzt werden.

Während dem Pflücken in Gayndah mit Adam, dem Superpflücker, im Hochformat:

(Bitte auf das Bild klicken!)


Ein bißchen in und um Gayndah unterwegs mit Campingplatz als Startpunkt:

(Bitte auf das Bild klicken!)


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