Bilder auf dieser Seite sind nur sichtbar, wenn Du Javascript aktivierst!
Die Arbeit bei Ivan ist schwer. Was mir besonders zu schaffen macht,
ist das Arbeiten ohne Pause, da wir ja von Ivan nach Stunden bezahlt werden.
Wir nehmen uns die Bäume immer zu zweit vor. Die ersten Tage arbeite ich
mit Phil zusammen. Er ist bei Ivan angestellt und ist ein tadelloser Bursche.
Er pflückt auch richtig fachmännisch. Zwischendurch brüllt er: "What's
that mate?", wenn er irgendwas nicht verstanden hat. Neben Phil lerne
ich noch einige andere Leute kennen. Da ist Paul, der immer mit seinem
Hund zusammen ist und Andrew aus Australien. Beide kenne ich ja vom Campingplatz.
Ich lerne auch kurz Hans, einen deutschen Auswanderer und einen anderen
Deuschen so ungefähr in meinem Alter kennen. Dem letztgenannten passiert
ein ganz schönes Unglück, als er eines Abends vom Anwesen Ivans wegfahren
will. Und zwar übersieht er beim Rückwärtsfahren das Strassenschild und
bringt die Stange, auf der das Strassenschild hängt, fast zum Umknicken.
Das ist eine absolut ulkige Situation. Ich muss mir das Lachen ganz schön
verkneifen.
Naja, zurück zum täglichen Ablauf. Morgens gegen 9.30 Uhr ist Smoko angesagt.
Da nimmt sich jeder was aus seinem Rucksack und ißt erst einmal ne Kleinigkeit.
Wir sitzen dafür irgendwo zwischen den Bäumen herum und genießen die Ruhe.
Der Tagesablauf bei Brisottos Farm:
(Bitte auf das Bild klicken!)
Bitte zur Diaschauansicht Javascript aktivieren!
Dann beginnt es anstrengend zu werden, nicht unbedingt wegen der Arbeit,
aber wegen der starken Sonne. Sie wird so gegen 12 Uhr mörderisch heiß.
Auch hat die Sonne eine ausgesprochene Helligkeit.
Gegen 12.30 Uhr verziehen wir uns dann in die Scheune, um Mittagspause
zu machen. Danach heißt es Endspurtarbeit bis 17.30 Uhr. Eine kurze Rast
wird trotzdem noch eingelegt gegen 15.30 Uhr. Um 17.30 Uhr verlassen wir
dann den Hof. Es ist immer ein schönes Gefühl, wenn Ivan dann sagt, wir
sehen uns morgen wieder. Das heißt dann so viel wie, dass er mit unserer
Arbeit zufrieden ist. Oftmals ist er es nämlich nicht, wenn er während
der Arbeit meckert und damit droht, die Arbeit hier zu beenden, wenn wir
nicht mehr Gas geben würden.
Wenn wir dann wissen, dass das klar geht für den nächsten Tag, steigen
wir wieder in das Auto von Paul und fahren von dannen.
Dann heißt es ausruhen auf dem Campingplatz. Vielleicht trinken
wir hier ein paar Bier, dann geht's in die überfüllte Dusche
und dann in die überfüllte Küche. Die Küche ist total
chaotisch, wenn sich 20 oder 30 Leute gleichzeitig um ihr Essen bemühen.
Aber die Besitzer nehmen es mit Humor. Sie haben eine total gastfreundliche
Einstellung. Autumn versucht, wenn etwas schief geht irgendwo, es mit
positiver Kraft zu meistern. William, ihr Ehemann ist eine ruhige Natur.
Er macht seine Arbeit draußen, geht dann immer bestimmenden Schrittes
über den Campingplatz, trinkt dabei ein oder zwei VBs (also Victoria
Bitter) und sieht die Sache ruhig und mit Humor.
Zurück auf dem Campingplatz:
(Bitte auf das Bild klicken!)
Bitte zur Diaschauansicht Javascript aktivieren!
Küchenatmosphäre, wenn es zum gemütlichen Teil übergeht:
Am Samstag gibt es dann einen Scheck über 640 Australische Dollar. Andrew,
Paul und ich decken uns wegen der vielen Kohle erst einmal in einem Getränkemarkt
ein.
Es wird an diesem Samstag bis tief in die Nacht gefeiert. William organisiert
Brennholz aus der Umgebung und ab 22 Uhr brennt das Lagerfeuer lichterloh.
Über uns ist der Sternenhimmel mit wahnsinnig vielen Sternen. Vor lauter
Schönheit der Natur hier vergesse ich meine wehen Knochen vom Pflücken.