Heute ist Ausruhen angesagt. Ich setze mich lange Zeit draußen auf eine Bank, schreibe Gedankens auf und beobachte die Leute. Die Mentalität der Leute ist so anders hier. Sie sind vollkommene Individuen, aber total zugänglich, oft auch sehr direkt. Auf jeden Fall unterhalten sich die Leute hier viel und tauschen alles Mögliche aus. Ich fühle mich sehr wohl inmitten dieser Leute.
Dann fällt mir auf einmal Fred auf. Er ist gestern angekommen mit einer unscheinbaren blauen Limousine. Auch er verdient sich mit Pflücken seinen Lebensunterhalt. Er reist dafür die ganze Zeit um Australien. Was er dabei stets mit sich führt, ist ein näheres Hinsehen wert, nämlich seinen eigenen Fernseher. Auf dem Campingplatz ist er auf sein Zelt angewiesen, aber es läuft der Fernseher in seinem Zelt, und das die ganze Zeit in dieser Gluthitze. Aber der hält das aus, der Fernseher, versichert mir Fred, als ich ihn dazu befrage. Er ist so oder so ein unheimlich netter Zeitgenosse, vom Leben sehr gezeichnet. Aber er genießt es, das sehe ich ihm an. Er ist nicht gerade unzufrieden, in seiner Art eher zurückhaltend und voller klarer Gedanken. Um mich ewig über seinen Fernseher in seinem Zelt amüsieren zu können, habe ich einige Aufnahmen von ihm und seinem Fernseher in seinem Zelt gemacht.
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