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Die Arbeit bei Ivan ist schwer. Was mir besonders zu schaffen macht,
ist das Arbeiten ohne Pause, da wir ja von Ivan nach Stunden bezahlt werden.
Wir nehmen uns die Bäume immer zu zweit vor. Die ersten Tage arbeite
ich mit Phil zusammen. Er ist bei Ivan angestellt und ist ein tadelloser
Bursche. Er pflückt auch richtig fachmännisch. Zwischendurch
brüllt er: "What's that mate?", wenn er irgendwas nicht
verstanden hat. Neben Phil lerne ich noch einige andere Leute kennen.
Da ist Paul, der immer mit seinem Hund zusammen ist und Andrew aus Australien.
Beide kenne ich ja vom Campingplatz. Ich lerne auch kurz Hans, einen deutschen
Auswanderer und einen anderen Deuschen so ungefähr in meinem Alter
kennen. Dem letztgenannten passiert ein ganz schönes Unglück,
als er eines Abends vom Anwesen Ivans wegfahren will. Und zwar übersieht
er beim Rückwärtsfahren das Strassenschild und bringt die Stange,
auf der das Strassenschild hängt, fast zum Umknicken. Das ist eine
absolut ulkige Situation. Ich muss mir das Lachen ganz schön verkneifen.
Naja, zurück zum täglichen Ablauf. Morgens gegen 9.30 Uhr ist
Smoko angesagt. Da nimmt sich jeder was aus seinem Rucksack und ißt
erst einmal ne Kleinigkeit. Wir sitzen dafür irgendwo zwischen den
Bäumen herum und genießen die Ruhe.
Der Tagesablauf bei Brisottos Farm:
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Dann beginnt es anstrengend zu werden, nicht unbedingt wegen der Arbeit,
aber wegen der starken Sonne. Sie wird so gegen 12 Uhr mörderisch
heiß. Auch hat die Sonne eine ausgesprochene Helligkeit.
Gegen 12.30 Uhr verziehen wir uns dann in die Scheune, um Mittagspause
zu machen. Danach heißt es Endspurtarbeit bis 17.30 Uhr. Eine kurze
Rast wird trotzdem noch eingelegt gegen 15.30 Uhr. Um 17.30 Uhr verlassen
wir dann den Hof. Es ist immer ein schönes Gefühl, wenn Ivan
dann sagt, wir sehen uns morgen wieder. Das heißt dann so viel wie,
dass er mit unserer Arbeit zufrieden ist. Oftmals ist er es nämlich
nicht, wenn er während der Arbeit meckert und damit droht, die Arbeit
hier zu beenden, wenn wir nicht mehr Gas geben würden.
Wenn wir dann wissen, dass das klar geht für den nächsten Tag,
steigen wir wieder in das Auto von Paul und fahren von dannen.
Dann heißt es ausruhen auf dem Campingplatz. Vielleicht trinken
wir hier ein paar Bier, dann geht's in die überfüllte Dusche
und dann in die überfüllte Küche. Die Küche ist total
chaotisch, wenn sich 20 oder 30 Leute gleichzeitig um ihr Essen bemühen.
Aber die Besitzer nehmen es mit Humor. Sie haben eine total gastfreundliche
Einstellung. Autumn versucht, wenn etwas schief geht irgendwo, es mit
positiver Kraft zu meistern. William, ihr Ehemann ist eine ruhige Natur.
Er macht seine Arbeit draußen, geht dann immer bestimmenden Schrittes
über den Campingplatz, trinkt dabei ein oder zwei VBs (also Victoria
Bitter) und sieht die Sache ruhig und mit Humor.
Zurück auf dem Campingplatz:
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Küchenatmosphäre, wenn es zum gemütlichen Teil übergeht:
Am Samstag gibt es dann einen Scheck über 640 Australische Dollar.
Andrew, Paul und ich decken uns wegen der vielen Kohle erst einmal in
einem Getränkemarkt ein.
Es wird an diesem Samstag bis tief in die Nacht gefeiert. William organisiert
Brennholz aus der Umgebung und ab 22 Uhr brennt das Lagerfeuer lichterloh.
Über uns ist der Sternenhimmel mit wahnsinnig vielen Sternen. Vor
lauter Schönheit der Natur hier vergesse ich meine wehen Knochen
vom Pflücken.