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Sonntag, 02. Januar 2005
Am späten Vormittag breche ich zu Fuß von Ubud auf nach Denpasar. Ich muß sagen, es lohnt sich, einen Teil des langen Weges hier zu Fuß zurückzulegen. Es ist zwar beschwerlich mit der vielen Last auf dem Rücken, aber die Eindrücke von der Umgebung lassen die Beschwerden schnell vergessen.
Hatte ich mir nicht vorgenommen, nicht mehr an der Strasse entlang gehen zu wollen? Das lässt sich leider auch jetzt nicht durchhalten. Aus Ubud heraus laufe ich bestimmt 3 km. Dann entscheide ich mich, per Anhalter weiterzufahren. Ein Mann in einem Jeep ist so freundlich, mich bis zum Ortseingang von Denpasar mitzunehmen.
Es sind noch 7 Kilometer.
Zur Stärkung genehmige ich mir noch eine Suppe von einem Strassenverkäufer.
Nach der Stärkung geht es mit einem Bemo weiter direkt zum Flughafen. Es ist halb vier nachmittags. Der Flug geht laut Plan um kurz vor Elf. Also habe ich noch was Zeit. Ich beobachte Leute.
Die Servicemitarbeiter.
Einige Touristen, die herzlichst vom Hotelpersonal abgesetzt worden sind. :-)
Ja und dann wird es spät. Gegen 19 Uhr wird verkündet, dass der Flug einige Stunden später gehen wird. Laut Plan soll der Flug zwischen 20 und 21 Uhr losgehen. Es wird 0.30 Uhr werden!
Naja, Zeit für eine letzte indonesische Suppe an der Strasse ein unweit des Flughafens ist allemal.
Hier wird einer die indonesischen Strassenimbisse außerhalb Indonesiens sehr vermissen.
Und die frechen Kinder natürlich auch! :-)
Es wird noch gesellig an diesem Abend. Die Fluggesellschaft lässt sich nicht lumpen und gibt wegen der Verspätung jedem Fluggast ein Essen aus.
Wir sitzen in der Lounge und das erste Mal komme ich mit Australiern in direkten Kontakt. Das ist sehr aufregend, weil sie sehr exotisch auf mich wirken. Sie sehen zwar aus wie Europäer, sind aber in ihrer Art völlig anders. Es ist überhaupt kein Problem, einen dieser Australier an der Bar anzuquatschen. Prompt landet man in einem netten Gespräch.
Alle sitzen wir auch lange nach dem Essen relaxt an der Bar und nehmen noch ein oder zwei Cocktails.
Die Stimmung ist entspannt. Nach weiteren 1 bis 2 Stunden geht es dann endlich los.
Beim Einchecken lerne ich eine Deutsche kennen. Sie hat einen Flug mit Garuda Indonesia von Frankfurt/Main nach Bali über Kuala Lumpur genommen, um den direkten Anschluß nach Brisbane zu nehmen. Wir sitzen im Flugzeug nebeneinander und stellen fest, dass wir die einzigen Nicht-Australier in diesem Flugzeug sind. Alle kommen wir zur Ruhe, nachdem das Flugzeug nun endlich Kurs auf Australien nimmt im nächtlichen Himmel über indonesischem Gewässer.
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