<< >>

Montag, 03. Januar 2005

Es ist 7.00 Uhr und ich mache meinen Weg nach Australien! Unglaublich! Ich gucke aus dem Fenster und um mich. Alles schläft, aber ich bin am Staunen, und wie. Ich gucke raus, siehe eine riesige Sandwüste. Es sieht aus wie auf einem anderen Planeten unter mir.
Als auch das deutsche Mädchen, deren Namen ich nicht mehr weiß, neben mir aufwacht, flippt auch sie total aus. Sie wiederholt sich andauernd, indem sie sagt: "Ist das schön, ist das schön."
Für die Australier um uns herum ist das völlig normal. Sie recken ihren Kopf nicht so nah an das Fenster wie wir Beiden.

 

Plötzlich erkennen wir Zivilisation, Straßen, Felder, die mit Zäunen abgesteckt sind und so weiter. Da ist Brisbane. Wolkenkratzer erheben sich in luftige Höhen, ein Fluss windet sich wie ein Darm durch die Stadt. Mann, ist das aufregend, die erste australische Stadt, die ich zu Gesicht kriege.

 

Nach 8 Stunden Flugzeit ist das Ziel dann erreicht. Wir landen wohlbehalten auf Brisbane Airport. Die Sonne scheint ohne Abstriche.
Überall stehen Quantas-Flugzeuge mit dem Känguru hinten drauf.

 

Hier ist alles so sauber, erst einmal der Landeplatz ist wohl geordnet, dann die Passagierhallen. Ich habe 3 Monate nichts außer Asien gesehen. Da bin ich verblüfft, wie peinlich genau hier alles ist, so hell draußen und die Luft ist so klar.
Ich komme mit meinem Hab und Gut zum Immigrationsbeamten. Der ist nicht so ausgiebig an dem Visum interessiert. Er wirft einen kurzen Blick in das Schreiben, stempelt das Einreisedatum in den Pass und empfiehlt mir, möglichst morgen die Immigrationsbehörde in der Innenstadt von Brisbane aufzusuchen, wo ich dann ein Visumsvermerk erhalte.

Das deutsche Mädchen und ich bekommen von ein paar jungen Leuten eine Mitfahrgelegenheit in die Stadt. Irgendwo mitten im Zentrum lässt man uns raus. Wir orientieren uns ein wenig. Dann gehe ich zu Fuß über den Brisbane Fluß, während die deutsche Kollegin dabei ist, ein Quartier aufzusuchen.

 

Ich lande auf der anderen Seite. Etwas abgelegen stelle ich anhand der anderen Tiergeräusche den Unterschied zwischen Asien und dem neuen Kontinent fest.

Alle Tiere sind hier völlig anders. Besonders die Echsen unterscheiden sich von ihren Artgenossen in Asien.

 

Irgendwie fühle ich mich unwohl. Es sind wesentlich weniger Menschen auf der Straße und irgendwie sind sie alle distanzierter, so kommt es mir vor.

Ich komme zu einer Show-Veranstaltung am Southbank-Strand. Hier führt ein Künstler akrobatische Kunststückchen vor. Das ist atemberaubend.

 

Er wettet mit den Zuschauern, dass dies oder jenes klappt. Als es ums Geldeinsammeln geht, suche ich das Weite zurück in die Innenstadt.

Der Southbank-Strand ist mitten in Brisbane, ist frei zugänglich und Erholung pur.

 

 

 

Ich nehme daraufhin einen weiten Weg auf mich zu einem Backpacker-Hostel.

 

 

Mir fällt auf, dass das Anmeldeprozedere in dem Hostel wesentlich strikter ist als in einem Hostel in Asien. Hier muß man sich zuerst ausweisen, dann einen Vorschuss leisten. Und schließlich wird der Pass für die Dauer der Übernachtung einbehalten. Mir ist das noch alles zu viel.

Ich gehe zurück in Richtung Stadt, fange die Abendstimmung an der Skyline ein

 

 

und lege mich dann 2 Stunden später in meinem Zelt auf einem abgelegenen Parkplatz unweit von "Brisbane Transit Center", einem Nahverkehrszug- und Busbahnhof, schlafen.

 

 
  << >>