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Dienstag, 25. Januar 2005
Ich setze meine Reise heute sehr früh morgen ab Ipswich fort. Mein Ziel ist Stanthorpe. Ich packe mein Zelt sehr früh zusammen, da es mir schon unangenehm ist, von Leuten hier zeltend gesehen zu werden. Aber die Australier sehen das eh nicht so eng.
Es geht in Richtung Ortsausgang von Ipswich vorbei an einer Baustelle mit überdimensional großen Geräten
So weit so gut, das Schild weist schon mal in die richtige Richtung. Warwick liegt nur 40 km von Stanthorpe entfernt.
Am Ortsausgang von Ipswich betrete ich eine Tankstelle und frage alle möglichen Leute, ob sie in Richtung Warwick fahren. "No, sorry, mate!" kommt es mir jedes Mal entgegen. Geschwächt von der Unmengen von der letzten Nacht trete ich den Rückzug an und entscheide mich für eine Busfahrt nach Stanthorpe. Der nächste Bussteig ist im Zentrum von Ipswich, also Tour retour.
Irgendwo in Ipswich.
Angekommen am Bussteig ergattere ich mir ein Ticket. Es ist ungefähr drei Stunden Zeit, bis der Bus abfährt direkt nach Stanthorpe.
Ich bin froh, heute mal nicht alles geben zu müssen und über ein bißchen Wartezeit. Und das ist wirklich Ruhezeit. Hier ist kaum jemand. Wenn ich da an den ganzen Trubel in Asien denke ... Das hat mir aber auch eine Menge Freude bereitet.
Die Busoperatoren sind typisch britisch gekleidet und sie geben sich auch betont britisch.
Im Bus geht es entgegen meiner Erwartung sehr lustig zu.
Kurz hinter Warwick komme ich mit einem bärtigen älteren Mann ins Gespräch. Er kann nur befürworten, was ich vorhabe. Er habe auch in seinem Leben viel als Erntehelfer gearbeitet und dabei viel erlebt. Er gibt mir ein paar Tipps mit auf den Weg.
Im Bus sitzen einige Backpackerkollegen. Eine junge Frau hat es ganz schön eilig, zu einem vereinbarten Termin zu kommen, als der Bus in Stanthorpe zum Halten kommt. Sie hat sich wahrscheinlich von Brisbane einen Arbeitgeber vermitteln lassen. Ich bin froh, in Stanthorpe erst einmal Luft zu haben.
So viel Luft, dass man schön Zeit hat, einen Kaffee einzunehmen.
Ich trinke ihn draußen, obwohl es hier empfindlich kühl ist.
Ich gehe zum Ortsausgang von Stanthorpe, entdecke ein schönes Schild :-)
und halte dann den Daumen raus. Der Fahrer ist ein Obstverkäufer und total nett. Er mag Thailand genauso wie ich.
Er sagt, er war er schon einige Male da. Ganz besonders habe er dort die Thai-Massage genossen. Da kann ich leider nicht mitreden. Aber ich sage ihm das nicht. Er habe auch eine Freundin in Thailand, die er nach Australien nehmen und heiraten werde, erzählt er mir. Er kennt die Campingplatzbesitzerin in Thulimbah. Als er mich dort raus läßt, hält er noch ein langes Schwätzchen mit ihr.
Ich bin froh, endlich da zu sein. Hier sind überall Apfelplantagen. Tja, hier werde ich einige Zeit verbringen.
Autumn, die Campingplatzbesitzerin ist irre nett. Wir sind uns beide direkt unheimlich sympathisch. Sie ist Mutter von drei Kindern. Gemeinsam mit ihrem Mann wohnt sie in einem kleinen Haus direkt am Campingplatz.
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