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Donnerstag, den 02. Juni 2005

Es erwartet mich ein unheimlich schöner Morgen hier in Jericho! Ich wache bereits kurz vor 7 Uhr auf. Die Sonne geht gleich auf! Ein paar Impressionen vom Campingplatz hier:

Die Sonne geht auf!

Es geht nun weiter auf meiner wunderschönen Reise von Jericho über Barcaldine nach Longreach an diesem Tag! Ich mache mir kurz ein Bild von einem typischen kleinen Supermarkt hier in Jericho, bevor ich mit dem Motorrad ins 80 Kilometer westlich gelegene Barcaldine aufbreche.

Der Weg zwischen Jericho und Barcaldine auf einer schnurgeraden Straße:

Der "Spirit of the Outback" längs des Capricorn Highways zwischen Jericho und Barcaldine:

Es ist nicht mehr weit bis Barcaldine.

Das Artesische Hotel lädt zu Übernachtung und gutem Essen in Barcaldine ein. Wir erinnern uns: "Artesisch" bezieht sich auf das Wasservorkommen tief unter der australischen Erde.

 

Barcaldine im Querformat:

(Bitte auf das Bild klicken!)

 

Bardaldine im Hochformat:

(Bitte auf das Bild klicken!)

Ich setze mich gegen 13.30 Uhr auf das Motorrad und fahre den heutigen restlichen Weg von Barcaldine in das 80 Kilometer westlich gelegene Longreach. Auf der Fahrt sehe ich weniger und weniger Bäume links und rechts des Weges im Vergleich zum bisher zurückgelegten Weg ostwärts kommend. Der Weg ist wieder kerzengerade und die Gegend um den Highway herum sehr karg. Das Wetter ist einfach wunderbar. Es ist wenig Verkehr auf 60 Kilometer zwischen Barcaldine und Ifracombe Ville.

Ich fahre durch das kleine Ifracombe Ville. Hier sind kleine Cafes, die die Autofahrer zur kurzen Rast einladen. Jetzt wieder mehr Zivilisation und mehr Autoverkehr. Es sind noch 27 Kilometer bis Longreach. Die Sonne gibt wärmeres Licht. Es ist nicht mehr so kalt wie bisher.

Kurz vor Longreach:

Dann erreiche ich Longreach. Der Ortseingang ist unspektakulär: Motels, Tankstellen und ein Riesenflugzeug von Quantas auf der rechten Seite. Das muß ich unbedingt fotografieren. Der Flughafen in Longreach:

Mein Eindruck von Longreach ist, dass hier alles so bemerkenswert frei und ungezwungen ist. Dieses trifft man meines Erachtens nicht auf vielen Teilen der Erde an, dafür hier aber umso mehr.
Die Nacht verbringe ich auf einem Campingplatz hier im Ort. Abends gibt es noch eine musikalische Darbietung von vier älteren australischen Reisenden. Es sind 2 Ehepaare, die australischen Country spielen. Das ist eine absolute Rarität! Der Frontmann, ein Country-Gitarist ist Mitte 60 und hat eine wunderbare Stimme. Er weiß einfach, die Leute mit der Musik zu begeistern. Ich werde von der wunderbaren Gruppe aufgerufen, auf die Bühne zu kommen, um sie musikalisch mit einem Instrument, das sie mir geben, zu unterstützen. Ich habe jedoch ein wenig Schwierigkeiten, mit dem Instrument zurecht zu kommen. Macht nix. Es ist einfach eine so wunderbare Atmosphäre. Ich kriege dennoch eine Menge Beifall.
Nach meinem musikalischen Auftritt spielt das Quartett einen Song, der sich um die Erfüllung eines lang gehegten Traums der Outbacks dreht: Nämlich, der Wunsch nach Regen! Dazu kündigt der Frontmann an, dass eine Strophe in dem Lied davon handelt, dass zwei australische Vögel, deren Gattung die der Kookaburas ist und die sich gegenseitig anschauen. Dass sie sich anschauen ist dann der Vorbote für den Regen. Es ist so lustig! Am Ende gibt das Quartett noch "On the road again" zum Besten, bevor sie sich verabschieden, ja und ich verabschiede mich dann auch mal in mein Zelt. Morgen geht es weiter noch Winton, etwa 180 Kilometer von hier entfernt und nur über eine lange einsame Straße durch 180 Kilometer Wüste zu erreichen. Ich freue mich trotzdem!

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