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Dienstag, den 21. Juni 2005 bis Samstag, den 25. Juni 2005

21. Juni 2005: Heute helfe ich "Grace", einem Unternehmer, der nach Arbeitskräften bei "Grunt Labour Services" gesucht hat, da ein Arbeiter für "Grace" die Wohnung eines Kunden ausräumen soll. Der Kunde zieht von Katherine nach ACT, the Australian Capital Territory; also zieht er in die australische Hauptstadt Canberra. Der Kunde ist beim australischen Militär beschäftigt. Der Arbeiter und ich sind fix und fertig, als wir den Umzugswagen voll haben. Ich gebe dem Arbeiter zu verstehen, daß das für mich zu schwer ist. Er entgegnet: "Tja, das ist halt die Arbeit des Arbeiters!". Wie recht er hat:

Mein Mate beim Einräumen in den LKW:

Mein Mate ist schon ziemlich nett. Aber beim Einpacken und Einräumen versteht er keinen Spaß!

Es sieht alles sehr chaotisch aus. Ist aber absolut professionell gepackt, da alles rein muß in den LKW und nichts kapputt gehen darf!

Mit dem LKW fährt mein Mate die Sachen des Kunden in das 2000 Kilometer entfernte Canberra. Nach dem Umzug geht der Transport sofort los.

Mein Motorrad sieht echt mickrig aus gegen den LKW, der gleich nach Canberra gefahren wird:

22. Juni 2005: Velda, eine Kollegin von Trish, hat ein Herz mit mir und vermittelt mich heute nicht mehr zu "Grace", sondern sie vermittelt mich zu "Harvest One".

23. Juni 2005 bis 25. Juni 2005: Die Arbeit für "Harvest One" ist etwa 30 Kilometer außerhalb von Katherine auf einer Mangobaumplantage, die so groß ist, dass ich es kaum glauben kann. Rein aus der Erinnerung würde ich tippen, das Areal mit Mangebäumen ist ungefähr 5 Quadratkilometer groß. Es ist hierbei vermessen, von Mangobäumen zu sprechen. Das waren alles junge Pflanzen, die erst ein Jahr vorher gesetzt wurden. Anders als auf anderen Plantagen tragen diese Mangobäumchen wegen dieser Tatsache keine Früchte. Meine Arbeit ist es hier, die jungen Bäumchen zu düngen. Dazu bekomme ich einen kleinen Buggy und einen Eimer mit Düngemittel zur Verfügung gestellt, um von Baum zu Baum zu fahren und um jeden Baum zu düngen. Außerdem ist es meine Aufgabe, darauf zu achten, daß alle Bäumchen genug Wasser bekommen. Das Bewässern der Bäume geschieht vollautomatisch mit einer Sprinkleranlage gigantischen Ausmaßes. Jedes Bäumchen auf diesem 5 Quadratkilometer großen Areal ist mit dieser Sprinkleranlage verbunden. Klar, daß da mal Ausfälle eintreten. Dafür fahre ich ebenfalls mit meinem kleinen Buggy herum, um Ausfälle zu beheben und gegebenenfalls zu melden. Die Angestellten von "Harvest One" sind lustige Typen. Der eine ist total technikversessen. Er sitzt eigentlich die ganze Zeit im Büro in Form eines Containers und arbeitet. Der andere ist noch sehr jung und erzählt oft, dass er eines Tages eine eigene Plantage solchen Ausmaßes besitzen wird. Der Dritte im Bunde ist der Coolste von allen. Er ist morgens früh pünktlich, so daß man damit rechnet, daß er am nächsten Tag ebenfalls pünktlich ist. Aber er kommt überhaupt nicht. Und die Leute sind ihm noch nicht mal böse! Das ist Australien. Yeah! Das Büro, in dem der Erstgenannte sitzt, ist per Satelit mit dem Internet verbunden und steht am Rande des 5 Quadratkilometer großen Areals. Ziemlich beachtlich alles, oder? Fotos von der Plantage:

Ansonsten gibt es eigentlich bis zum 25. Juni 2005 nichts Neues. Arbeit ist ja doch ein wenig eintönig, Liebeskummer und zu viel Alkohol abends auf dem Campingplatz bestimmen mein Befinden in dieser Zeit.

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