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Mittwoch, den 08. Juni 2005
Heute morgen mache ich erst einmal locker auf dem Campingplatz. Ich bin ja schon ganz schön geheizt die letzen Tage. Ich gehe dann auf Toilette und erschrecke mich erst einmal: Da sitzt ein Frosch in der Toilette. Doch seht selbst:
Dann werde ich aufmerksam auf einen Jeep, der von Leuten befahren, die bei Bewohnern im Outback PCs reparieren:
Dann packe ich meine Sachen gegen 12.30 Uhr, denn heute soll es weitergehen in das ungefähr 265 Kilometer entfernte Barkly Homestead, eine Tankstelle mit angegliedertem Campingplatz und Restaurant im nordöstlichen Northern Territory direkt am Barkly Highway. Es geht also um 12.30 Uhr los. Und da das so weit ist und es zwischen Camooweal und Barkly Homestead keine Ortschaft und keine Tankstelle gibt, muß ich noch in Camooweal meinen Mut bündaln und den Tank vollmachen und dann noch drei Wasserflaschen mit Benzin befüllen, sonst bleibe ich irgendwo mitten auf der Strecke liegen. Also, alles klar? Dann kann es ja los gehen auf dieser wirklich atemberaubenden Strecke. Ihr wißt gleich wegen der Bilder warum. Dann werde ich gegen 17.00 Uhr den Barkly Homestead erreichen. Doch als erstes überschreite ich mal die Staatengrenze ins Northern Territory. Auch australische Touristen finden das Überschreiten der Staatengrenze denkwürdig. Sie halten mit ihren Wohnwagen am Northern Territory Schild beziehungsweise am Queensland Schild an und machen eine kleine Verschnaufpause:
Großer, weiträumiger Bereich der Staatengrenze etwa 12 Kilometer westlich von Camooweal:
Dann geht es weiter im Northern Territory vorbei auch an Viehtransportern: :-)
Das Northern Territory ist ziemlich streng mit mitgebrachten Speisen, Getränken, Tieren und Pflanzen aus anderen Staaten Australiens beziehungsweise anderen Ländern aus Übersee. Deswegen wird gegeben, alles oben Genannten schnellstmöglich zu vernichten:
Ein paar Kilometer nach Überschreiten der Staatengrenze drehe ich dann auch ein Video vom schönen nordöstlichen Northern Territory:
Es gibt anscheinend kleine Häuser, in denen Kaffee ausgeschenkt wird, damit man nicht einschläft wegen der angeblichen Monotonie der Landschaft. Monotonie der Landschaft? Finde ich als Motorradfahrer überhaupt nicht, dass die Landschaft monoton ist. Aber als Autofahrer sieht die Welt anscheinend etwas anders aus:
Aber ich interessiere mich ja nicht für Kaffee, sondern finde die Landschaft so atemberaubend, dass sich Anhalten für Kaffee nicht lohnt, aber für Bilder? Immer!:
Atemberaubende Landschaft auf dem Weg zum Barkly Homestead im Northern Territory:
(Bitte auf das Bild klicken!)
Wir nähern uns der zweiten Hälfte des Weges. Die Wüste schwindet mehr und mehr und sichtbar wird dichtes Gras und wesentlich mehr Bäume. Das ist je nachdem ein Zeichen dafür, dass man von den tropischen Einflüssen vom Norden Australiens erfaßt ist:
Take it Easy, zu deutsch: Nimm es locker!:
Landschaft irgendwie unter Tropen- und Wüsteneinfluß kurz vor Barkly Homestead:
Als Video:
Als Diashow:
(Bitte auf das Bild klicken!)
Dann haben wir es eigentlich geschafft. Zurück sind es 240 Kilometer bis zur Staatengrenze zwischen Queensland und Northern Territory. Dort sind wir ja heute mittag ins Northern Territory rüber gefahren:
Ich lege die letzten 12 Kilometer im Schlaf zurück, hole mir bei Barkly Homestead ein Platz für mein Zelt und gehe dann nach dem Duschen in mein Zelt zum Schlafen. Morgen geht es in das kleine und unbedeutende Renner Springs, das von hier aus ostwärts über den Barkly Highway und dann nordwärts über den Stuart Highway zu erreichen ist. Ach ja, ich erlebe hier heute abend noch, wie Australier eigentlich sind. Ich liege schon in meinem Zelt, denke an nichts Böses. Plötzlich kommt eine große Anzahl an Autos angebraust mit Anhängern hinten dran, auf denen sich Boote befinden. Alles im näheren Umfeld von meinem Zelt. Die ganze Show geht ab zwischen 20 Uhr und 23 Uhr. Sie bauen ihre Gemächer für die Nacht auf, machen noch ein Feuer und freuen sich halt, dass sie am Leben sind. Ich lasse das alles über mich ergehen und hoffe nur, daß die Nacht nicht zu kurz wird.
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