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Sonntag, den 26. Juni 2005 bis Donnerstag, den 30. Juni 2005

26. Juni 2005: Die Woche war sehr arbeitsreich bis gestern. Durch das viele Düngen schmerzt der rechte Arm. Gestern kam ich auf die Idee, den Eimer nicht mehr zu halten, sondern ihn auf den Boden des Buggys zu stellen. Fortan war die Arbeit leichter, da ich den Eimer jetzt während des Düngens nicht mehr in der Hand halten mußte, sondern ganz bequem in den auf dem Buggy stehenden Eimer greifen konnte, um mit einer Kelle an den Dünger zu kommen. Den Inhalt der Kelle werfe ich dann auf den Boden, der die Wurzeln von jeweiligen Mangobäumchen bedeckt.

Am Sonntag mache ich noch einen Ausflug im Umkreis von Katherine:

Als erstes mache ich einen Ausflug zur Kirche hier in Katherine. Dann fahre ich raus zur Basisstation des "Katherine Gorge", der Katherine Schlucht. Dort sind viele Informationen nachlesbar auf Plakaten. Beispielsweise wird auf Englisch erklärt, was die Trockenzeit und die Regenzeit in Australien bedeuten, daß auch Gräser verbrannt werden, um die Feuergefahr im Busch in der Trockenzeit zu verringern, usw. Dann spät abends mache ich noch einen Ausflug zum Friedhof von Katherine, da hier das Abendrot so imposant ist, wenn der Rasen mit Wasser gesprengt wird:

Ausflug im Umkreis von Katherine im Querformat:

(Bitte auf das Bild klicken!)

Informationen auf Plakaten in der Basisstation des "Katherine Gorge", der Katherine Schlucht und Ausflug zum Friedhof von Katherine mit imposantem Abendrot hinter mit Wasser gesprengtem Rasen im Hochformat:

(Bitte auf das Bild klicken!)

27. Juni 2005 bis 29. Juni 2005: Treffe ein paar nette Leute auf dem Campingplatz. Vor allen Dingen die Australier imponieren mir, die tatsächlich vorhaben, die Simpson Wüste zu durchqueren. Ein anderer Australier, den ich auf dem Campingplatz kennenlernen darf, heißt Daniel und ist die ganze Zeit besoffen. Er sagt, er sei mit seiner Frau 3000 Kilometer querfeldein durch das Outback gefahren. Da muß er aber ein gutes Navigationssystem haben, dachte ich mir. Daniel ist außerdem mit einem Boot auf einem Hänger unterwegs. Das muß ganz schön abenteuerlich gewesen sein mit der ganzen Ausrüstung querfeldein durch das Outback?! Naja! Langzeiturlauber; er habe sein Geschäft verkauft und sei jetzt liquide, sagt er mir.

Am Mittwochmorgen passiert uns noch ein Unglück auf dem Weg zur Arbeit. Früh morgens, es ist noch dunkel, hüpft ein Wallabie von links nach rechts über die Straße. Murray sitzt am Steuer, ist nicht mehr in der Lage rechtzeitig zu bremsen und überfährt das arme Wallabie dann. Robb sagt direkt: "You got him!", was so viel heißt, wie "Du hast ihn erwischt!". Ich denke mir, ja das ist wieder Arbeit für den Rooman. Das sind die Männer, die mit einem Pickup unterwegs sind und die überfahrenen Kangoroos aufsammeln.

30. Juni 2005: Die Arbeit ist nach wie vor hart. Ab Donnerstag darf ich die Sprinkleranlage überprüfen. Dazu fahre ich mit dem Buggy umher und sehe nach, daß jeder Baum, der aktuell durch die Sprinkleranlage bewässert werden müßte, auch tatsächlich bewässert wird. Sollte es ein Problem geben, da Wasserstrahldüsen auf diesem sandigen Plantagengelände sehr schnell verstopfen, tausche ich die jeweilige verstopfte Wasserstrahldüse einfach aus.

Zurzeit bin ich fest entschlossen, in Australien zu bleiben. Ich sollte einfach weiterreisen, wie ich es bis hierher gewöhnt bin. Sollte ich dennoch nach Deutschland zurückkehren, dann würde ich gerne selbständig arbeiten als Berater bei Computerproblemen, der immer unterwegs und nahe beim Kunden ist.

Hier sind noch einige Impressionen von der Arbeit auf der Plantage am frühen Morgen:

Meine Arbeit als "Buggyfahrer" :-) bei Harvest One am 30. Juni 2005:

Früh morgens; wir sind gerade angekommen mit Murrays PickUP:

Früh morgens auf der Plantage von Harvest One 30 Kilometer außerhalb von Katherine als Video:

Meine Wenigkeit noch ein wenig müde und der Sonnenaufgang vor Arbeitsbeginn:

Nachmittags geht es raus mit Robb (links) und Murray (rechts) zur Lagerstätte für Düngemittel auf der anderen Seite der Plantage vom Büro aus betrachtet:

Lagerstätte für Düngemittel auf der anderen Seite der Plantage:

Mein Buggy und ich auf der Plantage:

Den Mangobäumchen geht es im Moment nicht so gut:

Mangobäumchen auf der Plantage von Harvest One spät nachmittags am 30. Juni 2005 als Video:

Ist schon ziemlich anstrengend die Arbeit:

So sieht eine Kelle voll Düngemittel aus, bevor sie oberhalb der Wurzeln eines jeweiligen Mangobäumchens geworfen wird:

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