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Donnerstag, den 09. Juni 2005
Die Australier von gestern abend hier auf dem Campingplatz sind heute morgen schneller weg als sie kamen. Ich schaffe es trotzdem, von ihnen ein paar Fotos zum Andenken zu knipsen:
My One and only hier in Australien, mein Motorrad, hat die Nacht inmitten der Australier auch gut überstanden:
Zum Frühstück gibt es ein Süppchen heiß gemacht auf dem Holzgrill. Der Topf ist schon ganz schwarz :-). Holz, welches ich hier im Umkreis meines Zeltes gesucht und gefunden habe, gibt es zu Genüge:
Die Betreiber von Barkly Homestead haben es auch nicht leicht. Hier wird der Strom nicht von Elektrizitätswerken bezogen, sondern dieser muß selbst mit Dieselgeneratoren erzeugt werden. Das kostet! Ungefähr 500 Liter Diesel werden zur Stromerzeugung jeden Tag verbraucht. Aus diesem Grund sind die Preise etwas höher als anderswo:
Eine schöne Karte vom Northern Territory, die zeigt, wo wir uns befinden. Wir befinden uns ungefähr in der Mitte vom Northern Territory. Es sind ungefähr 325 Kilometer bis Renner Springs, wo ich heute abend nächtigen werde und noch circa 1150 Kilometer bis Darwin, wo ich in einem Monat ankommen werde und von wo aus ich in zwei Monaten Australien verlassen werde:
Australier sind so unendlich entspannt. Das sieht man zu jeder Gelegenheit; auch wenn sie sich wie hier am Barkly Homestead noch unterhalten, bevor es weitere 1000 Kilometer irgendwohin geht:
Los geht es auch für mich. Trotzdem bin ich immer noch ein wenig nervös. Das ist verbunden mit den Distanzen zwischen zwei Orten hier in Australien. Aber hier kann normal nichts passieren mit jemandem. Australier sind so unglaublich hilfsbereit. Mir ist es ein paar Mal passiert, dass ich beim Anhalten wegen Bilder knipsen von Australiern gefragt wurde, ob sie mir helfen könnten. Für sie ist es nämlich ein Alarmsignal, wenn jemand mitten auf der Strecke stehen bleibt. Sie bleiben dann ebenfalls stehen und erkundigen sich dann, ob alles in Ordnung ist, cool oder? :-) Australisches Windrad mit Wasserpumpe:
Wir fahren nun den Barkly Highway bis "Three Ways", also "Drei Wege". Das ist die Kreuzung, die ostwärts zum Barkly Highway in Richtung Queensland, nordwärts zum Stuart Highway in Richtung Darwin und südwärts in Richtung Alice Springs oder Südaustralien abzweigt.
Auf dem Weg von Barkly Homestead nach "Three Ways":
(Bitte auf das Bild klicken!)
Let's go west!
Viele Verstärkerstationen in Northern Territory. Aber ob sie das Fernsehprogramm oder was anderes verstärken? Das weiß ich nicht. Ich glaube, das ist eher für Telefon. In der Wüste gibt es nämlich kein Fernseh- oder Radioempfang:
188 Kilometer sind bereits zurückgelegt. Wir nähern uns "Three Ways":
"Three Ways" befindet sich im Tennant Creek Landkreis. Tennant Creek ist ein kleines Örtchen, dem ich einen kurzen Abstecher widme nach Erreichen von "Three Ways":
"Three Ways":
Auf dem Weg nach Tennant Creek 20 Kilometer südlich von "Three Ways":
In Tennant Creek habe ich keine Bilder gemacht. Der Grund dafür ist, dass ich ziemlich überrascht gewesen bin, wie viele Aborigenees hier streunend und hilflos Tennant Creek umherlaufen. Sie haben zumeist keine Arbeit und trinken viel Alkohol, aber nicht in der Öffentlichkeit, das ist in Australiens Städten und Orten verboten. Australier haben bisher keinen Weg gefunden, Aborigenees für ihren Lebensstil zu begeistern. Aborigenees leben in der Regel auch nicht in Städten. Sie sind dort, falls sie im Leben außerhalb der Städte durch andere Ureinwohner nicht mehr integriert sind.
Ich mache kehrt und fahre mit dem Motorrad nun in die Gegenrichtung an "Three Ways" vorbei nach Renner Springs. Hier sind einige Impressionen von meiner Fahrt dorthin:
Auf dem Weg von Tennant Creek nach Renner Springs als Diashow:
(Bitte auf das Bild klicken!)
Auf dem Weg von Tennant Creek nach Renner Springs als Video:
Churchill's Head Rock, etwa 80 Kilometer südlich von Renner Springs direkt am Stuart Highway:
In Renner Springs angekommen steuere ich den hiesigen Campingplatz an und mache mich fertig für die Nacht!
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