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Donnerstag, 02. Dezember 2004
Es geht schon sehr früh los heute morgen. Ein Bus bringt mich von der Bushaltestelle in Jerantut
zum Tembling Jetty, dem Haupteingang zum Taman Negara Nationalpark. Tembeling Jetty ist etwas außerhalb von Jerantut an einem breiten Fluß gelegen. Hier ist weniger los als ich dachte und so komme ich auch sofort dran und bezahle das Eintrittsgeld, die Bootsüberfahrt und die Kameralizenz.
Die Bootsüberfahrt ist unheimlich schön. Links und rechts am Ufer geht es sofort in den Urwald. Die Sonne zeigt sich nun ebenfalls über dem dichten Urwald. Der Morgennebel ist verschwunden. Nach einer halben Stunde erreichen wir das Basislager des Taman Negara Nationalparks.
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Ich nehme Abstand von den Leuten hier, die Touristen empfangen und schlage einen eigenen Weg ein. Dieser führt mich erst an eine Straße. Da kommt schon das erste Auto. Ich frage jemanden, ob er weiß, wo diese Straße hinführt. Nach Jerantut, aber die Straße sei nur für Privatfahrzeuge, nicht für den Touristentransport zum Basislager gedacht, so werde ich informiert.
Im Anschluß an meinen Kurzausflug zur Straße fahre ich mit einer kleinen Fähre hinüber auf die andere Uferseite, wo dann auch schon in nicht allzu weiter Ferne ein Campingplatz lockt. Hier werde ich nun das erste Mal in meinem Zelt schlafen.
Nachdem ich das Zelt aufgebaut habe, bin ich Feuer und Flamme den Nationalpark kennenzulernen. Also gehe ich einen kleinen sehr gut ausgeschilderten Weg durch den Urwald und mache fasziniert unendlich viele Aufnahmen. Hier eine kleine Auswahl:
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Was mich am meisten fasziniert, ist das Vogelgezwitscher, das so zahlreich, unterschiedlich und unbekannt für meine Ohren ist, dass ich meine, ich sei im Paradies. Was mich nur davon abhält, die ganze Zeit daran zu glauben, ist, dass ich aufpassen muss, nicht auf die Nase zu fallen, weil die Baumwurzeln hier stellenweise einen halben Meter über dem Gehweg hochstehen. Wenn man nicht aufpaßt, liegt man schneller auf der Nase, als einem lieb ist. Außerdem ist die Luftfeuchtigkeit sehr sehr hoch.
Mein vorläufiges Ziel: Die Hängebrücke vom "Canopy Walkway":
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Die Hängebrücke verlangt nicht viel von einem ab, nur sollte man nicht runtergucken und das Hin-und Herschwanken aushalten können, da die Brücke nur über Seile befestigt ist. Als ich die Brücke betrete, befinde ich mich über den Baumkronen, also mindestens 45 m in der Höhe. Der Brückensteg ist gerade mal 30 cm breit. Da meint man schon, es trennt einen nicht viel von dem harten Boden da unten. Deswegen ist mir auch ganz schön mulmig. Ich schaffe es immerhin bis auf die zweite Plattform. Dann meine ich, habe ich genug erlebt und gesehen.
Schilder unweit des Campingplatzes haben einen interessanten Inhalt:
Als ich später wieder zurück bin auf dem Campingplatz, entdecke ich dort keinen Menschen.
Mir ist etwas langweilig, deswegen breche ich noch mal auf zu einem am Ufer golden schimmernden Fluß. Die Wasser ist außerdem kristallklar:
Als die Sonne untergeht, gehe ich zurück zum Campingplatz, dusche mich,
esse was, trinke grünen Tee und lasse den Abend bei sternenklaren Himmel
und einsamer Ruhe ausklingen.
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