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Samstag, 18. Dezember 2004

Ich verlasse das nette Ehepaar Madesenter gegen 8.00 Uhr morgens in Kintamani, um zuerst einen Abstecher zum Danau Batur zu machen und um danh nach Padang Bai zu gelangen.

Frühstück und Abschied vom netten Ehepaar Madesenter:

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Die Straße im Tal zum Danau Batur ist ganz schön kurvenreich, aber die umliegende Landschaft ist sehr schön und üppig grün. Ein wenig erinnert mich das an eine grüne Insel hier. Das Wasser von weitem ist sichtbar. Das Wetter ist schlecht, es regnet hin und wieder. Wenig später halten wir in einem kleinen Dorf direkt am See. Ich gehe hinunter zum See, um einen unverbauten Blick auf das Wasser zu bekommen. Hier sind auch heiße Quellen, die Wasser vom Berg erhitzt vom Vulkan ausspucken. Einheimische stehen in einem kleinen Becken, in das das Quellwasser fließt, und waschen sich.

 

Am Danau Batur:

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Unweit der Quellen ist ein kleines Restaurant. Hier nehme ich ein kleines Frühstück bestehend aus Kaffee und Toast zu mir. Ich habe hier von der Terrasse aus einen unverbauten Blick auf den See. Es ist wunderbar. Dazu die Ruhe. Es sind kaum Leute hier.

Nach der Ruhepause gehe ich zurück zur Straße. Plötzlich kommt ein Wahnsinnsregen runter. Ich muss mich unterstellen. Während ich mich so unterstelle, teilt ein Einheimischer vom Feld her, um den Unterstellplatz mit mir zu teilen. Außerdem fängt er ein Gespräch an. Er kann gut Englisch. Mir scheint, er möchte seine Tochter loswerden. Er sagt mir ihren Namen und wartet auf meine Reaktion. Ich notiere mir ihren Namen und warte, bis es aufhört zu regnen. Dann verabschieden wir uns. Versprechen kann ich ihm ja leider nichts.

Außerdem jagt ein Mann hier, um sein Geflügelfleisch zu bekommen. Der Junge trägt das erlegte Tier:


 


Mit einem hier lebenden Ehepaar gelingt mir eine Mitfahrgelegenheit von dem Dorf hier bis Rendang, einem Ort etwa 60 km südlich von hier unweit von Denpasar gelegen. Ich habe damit echt Glück, weil ich nicht genau weiß, wann wo was abfährt.

Zwischendrin halten wir für einen Fotostopp. Mir gelingen tolle Aufnahmen vom Gunung Batur und dem daneben liegenden See:

Der Krater des Gunung Baturs


 


 


 

Angekommen in Rendang bedanke ich mich für die nette Hilfe und schaue mich etwas um. Es gibt eigentlich nur einen Markt hier. Außerdem gibt es ein Restaurant, bei dem man draußen sitzen kann. Ich nutze die Gelegenheit, um mein Mittagessen mit Reis mit Hühnchen zu mir zu nehmen.

Im Anschluß an das gute Mahl schreibe ich eine Ansichtskarte nach Hause. Die Ansichtskarte trägt als Motiv den Gunung Batur. Ich berichte ein wenig über die tollen Erlebnisse der vergangenen Tage. Ich denke, das kommt gut an.

Im Anschluß an die Pause gehe ich in Richtung Ortsausgang und versuche als Anhalter bis zu einem Ort zu kommen, von wo aus ich mit einem Bemo durchfahren kann bis Padang Bai. Es hält ein Kleinlaster mit 2 Männern und einer Frau im Cockpit. Einer ist bereit, sich hinten auf die Ladefläche zu setzen, damit ich vorne sitzen kann. Sie fahren nach Denpasar und sie sind bereit, mich bis Klungkung mitzunehmen, das auf dem Weg nach Denpasar liegt und von wo aus Bemos nach Padang Bai abfahren. Die Fahrt ist ganz schön ruckelig und kurvenreich. Aber die Leute sind total nett.

An einer Kreuzung 1 km vor Klungkung steige ich aus und gehe den Rest zu Fuß zur Bemostation in Klungkung. Es ist heftig, was hier ein Verkehr rollt. Ich versuche in Zukunft, weniger an der Straße entlang zu gehen, wenn ich irgendwohin weiterreise, vor allen Dingen hier auf Bali. Ich atme einfach viel zu viel Abgase ein, so dass es echt schon nahe der Gesundheitsgefährdung ist. Ich habe zudem immer noch ein wenig an der Ladeflächenmitfahrt in Richtung Kintamani zu knabbern. Dort habe ich einfach zu viel Diesel eingeatmet.

Klungkung hat eine wunderschöne Figur im Zentrum stehen. Sie ist in der Sonne wunderbar anzusehen.


 

Den Regen habe ich glücklicherweise irgendwo in den Bergen hinter mir gelassen.

Ich entdecke das erste Mal hier einen Anschlag der indonesischen Regierung über steckbrieflich gesuchte Terroristen, die im Oktober 2002 hier in Kuta gebombt haben sollen.


 

Nach einem kurzen Aufenthalt gelange ich mit einem Bemo nach Padang Bai entlang der Küste und einigen Feldern.
In Padang Bai strahlt ebenfalls die Sonne. Mich überrascht die überaus entspannte Atmosphäre der Urlauber hier. Es ist echt ein Fleckchen hier auf Bali zum Bleiben.

Im Ort selbst werde ich von einem sympathischen Mann zu "Malayan Homestay" geführt. Hier bleibe ich die nächsten Tage. Abends nehme ich noch Nasi Goreng mit Meeresfrüchten direkt am Strand ein. Der Moment ist einfach wunderbar und der Tag, sowie die letzten Tage waren unvergesslich schön. Ich kann immer nur dem lieben Herrgott danken, dass ich die Gabe habe, das so schön zu gestalten, dass es mir auch so schön gefällt. Als ich so am Strand das Nasi Goreng zu mir nehme, läuft aus dem Radio "Beautiful Day" von U2. Ich bitte den Restaurantbesitzer, das Lied lauter zu drehen. Aber das Radio streikt daraufhin. Egal, der Tag bleibt trotzdem unvergesslich für mich.

 

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