| << >> |
Montag, 13. Dezember 2004
Heute will ich weg von hier. Hauptsache, ich komme dorthin, wo es etwas ursprünglicher zugeht als in Seminyak oder in Kuta. Oder soll ich sagen, ich möchte zu einem Teil von Bali, wo Einwohner notgedrungen ein identitätsstiftendes Leben ohne Touristen leben müssen.
Um dorthin zu gelangen, fahre ich erst einmal mit einem Bemo von Kuta bis Denpasar.
Was ist ein Bemo? Ein Bemo ist ein Minibus. Er ist Teil des öffentlichen Nahverkehrs in Indonesien. Mit 6 Sitzplätzen verteilt parallel zur Wand des Busses hinten, ist ein Bemo aber immer voll mit mindestens 10 Leuten und 1 Mann, der an der offenen Hintertür steht und aussteigende Leute abkassiert.
Meine erste Etappe ist erreicht. Es ist wahnsinnig heiß. Die Sonne ist so stark, wie bisher noch nie auf meiner Reise. Aber ich habe einen Schirm dabei, der macht mich unbesiegbar.
(Bitte auf das Bild klicken!)
Wie ich so durch die Strassen von Denpasar latsche, fällt mir auf, dass viel Verkehr hier auf den Strassen ist. Außerdem sind mehrere hinduistische Tempel zugegen, die ein sehr schönes Bild liefern. Da ich keinen Strassenmarkt sehe, auf dem ich mich gerne aufhalten würde, um mich zu erfrischen und was zu essen, fahre ich weiter nach Ubung.
Mit einem Fahrgast komme ich ins Gespräch. Er sitzt neben mir. Er ist
Einheimischer. Frauen, die auch im Bus sitzen, zeigen ihren Glauben mit
hinduistischen Gewändern.
Wir fahren vorbei an Reisfeldern, die stufenartig in die Ebene münden.
Man sieht außerdem viele Berge und Menschen beschäftigt mit Landwirtschaft
auf den Feldern. Die Fahrt ist ein einziges Auf und Ab. Das Landesinnere
von Bali ist halt ganz schön gebirgig. Mir ist ein wenig schlecht.
(Bitte auf das Bild klicken!)
In Lovina, kurz vor Singaraja steige ich aus. Hier gibt es den Strand
mit schwarzem Lavasand.
Ein Zimmer in einem kleinen Hotel direkt am Strand ist schnell gebucht für 3 Tage. Hier ist kaum was los. Abends gehe ich nochmal weg. Von weitem höre ich ein Orchester spielen, wobei das Glockenspiel dominiert. Es ist die Probe für eine religiöse Zeremonie. Ich finde es erstaunlich, wie konzentriert und fingerfertig die Männer zwischen 30 und 50 Jahren auf ihren Instrumenten spielen. Dazu sitzen sie überwiegend im Schneidersitz und haben vor sich das Instrument stehen. Mit einer unglaublichen Intensität bedienen sie ihr Instrument, wenn das von ihnen gefordert wird. Nach einer halben Stunde ist die Probe vorbei. Ich stelle dem Leiter dieser Gruppe noch ein, zwei Fragen zu dem Zweck des ganzen, gehe an einem Strassenimbiß eine Kleinigkeit essen und verschwinde dann in mein Zimmer.
Die ersten Eindrücke in Lovina:
(Bitte auf das Bild klicken!)
| << >> |