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Mittwoch, 15. Dezember 2004
Heute mache ich einen Ausflug nach Singaraja, ein Ort östlich von Lovina. Ich laufe erst mal was rum. Dabei entdecke ich einen Straßenpolizisten beim morgendlichen Schulkinderstreß.
Der Hunger treibt mich weiter zu einem Markt, der hier irgendwo in einer Halle ist. Was ein Glück; die Halle ist überdacht, denn die Sonne brennt erbarmungslos.
Nach dem Mahl ziehe ich weiter an das Meer. Hier treffe ich einige Bauarbeiter bei der Arbeit. Die sind locker drauf, machen einige Witze über mich und meine blöde Knipserei. Aber ich finde sie auch belustigend, denn sie nehmen ihre Arbeit nicht so ernst, Hauptsache, sie werden irgendwann fertig.
Dann gehe ich noch was die Straße weiter ostwärts. Schon fast außerhalb von Singaraja stehen kleine Hütten am Strand, in denen Einheimische wohnen. Kinder spielen auf der Strasse und sind außer Rand und Band, als sie mich mit meiner Kamera entdecken. Sie wollen unbedingt fotografiert werden.
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Einige Jugendliche überrasche ich dann wenig weiter noch beim Billard spielen. Sie laden mich ein, eine Runde mitzuspielen. Ich entschuldige mich, da ich weiter muß zu einem Fussballspiel, das gleich unweit von hier in einem Stadion angepfiffen werden wird. Das habe ich rausbekommen, bevor ich hier runter ging.
Angekommen im unmodernen Stadion (ein solches hat man vielleicht das letzte Mal vor 30 Jahren in Deutschland gesehen), nehme ich Platz auf der Tribüne. Die Leute um mich herum sind guter Stimmung. Auf der anderen Seite des Spielfelds hat ein Mann seinen Platz etwas erhöht auf einem Podest eingenommen, auf dem eine Anzeigetafel steht. Der Mann wird den Spielstand bei jedem Tor verändern.
Das ist für mich so ungewöhnlich hier, dass ich richtig Gefallen an dem Fußballspiel finde. Erst läuft sich die Mannschaft warm und dann geht es los.
Stadionatmosphäre:
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Anderthalb Stunden Fußball vom feinsten wird hier geboten. Nach diesen 90 Minuten steht es 1:1 und es wird zu einer Verlängerung kommen. Da es mittlerweile dämmert entschließe ich mich, die besonderen Eindrücke bis hierhin aufzunehmen und nun zurück in Richtung Lovina zu meinem Quartier zu machen.
Es ist ein langer Weg zurück zum Bemoterminal, dort wo ich heute morgen ausgestiegen bin im westlichen Teil von Singaraja.
Ich habe irgendwie Angst vor Malariafliegen bei Einbruch der Dunkelheit, zumal ich nicht geduscht bin und ich in dieser Situation ein gemachter Fliegenfänger bin. Ich habe mir heute auch indonesische Malariatabletten gekauft, falls ich zu weit ländlich gerate, dass eine Prophilaxe unumgänglich wird. Naja, solange ich mich bewege, so wie ich das jetzt tue und richtig bekleidet bin, geht es noch einigermaßen, aber das Risiko ist immer und überall gegeben.
Jetzt geht es erst mal mit dem Bemo zurück. Zum Glück erwische ich bei Einbruch der Dunkelheit noch ein "Sonderbemo", das mich und einige andere Leuten für ein kleines Aufgeld nach Lovina bringt.
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