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Mittwoch, 08. Dezember 2004
Heute morgen möchte ich abklären, ob ich finanziell besser wegkomme, wenn ich den See- und Landweg von Singapur nach Denpasar auf Bali in Indonesien nehme, um von Denpasar einen Flug zu nehmen nach Brisbane in Australien.
Nach einem Telefonat mit "Garuda Indonesia" in Denpasar stellt sich heraus, dass der Flugpreis von Denpasar nach Brisbane ebenso teuer ist wie der Flugpreis von Singapur über Denpasar nach Brisbane. Also beschließe ich, das Flugticket in Singapur zu kaufen für die Weiterreise nach Australien mit 30-tägigem Zwischenaufenthalt auf Bali.
Ich breche auf nach Singapur, um dort das Flugticket zu kaufen und um von dort den Flug zu nehmen.
Mir passiert dabei Witziges. Johor Bahru und Singapur verbindet eine Brücke miteinander. Ich gehe ein Stück weit über die Brücke und frage mich, wo denn die malaysische Paßstelle ist. Bin ich da etwa schon dran vorbei? Scheint so. Also gehe ich wieder zurück und tatsächlich, unweit der Bushaltestelle, von wo aus die Busse rüber nach Singapur fahren, ist auch die malaysische Passstelle versteckt. Ich grinse, als mich der Zollbeamte grimmig anguckt.
Dann geht es weiter mit dem Bus über die lange Brücke zur Grenzstation von Singapur. Hier heißt es erst einmal eine Stunde anstehen, da so viele Leute nach Singapur einreisen wollen. Nach der langen Warterei habe ich dann endlich meine 14-tägige Aufenthaltserlaubnis.
Hinter der Immigrationsstelle geht es weiter zum Busanschluss nach Singapur-Stadt.
Ich habe einen Tipp erhalten von dem Münchener Rucksackkollegen in "Footlose Homestay", "Alis Nest" aufzusuchen in Singapurs Stadtteil "Little India", einem indischen Viertel.
Als ich in "Little India" eintreffe, finde ich eine belebte Stimmung vor. "Little India" ist eine Mischung aus Spektakel wegen der vielen unterschiedlichen Menschen hier und außergewöhnlicher Vielfalt. Hier bekommt man alles von High-Tech-Geräten bis zu südindisch oder nordindisch zubereitetem Essen.
Ich muss einige Leute fragen, bis ich dann schließlich vor "Alis Nest" stehe. Der Inhaber ist in allem zurückhaltend. Aber er hat ein schönes Mehrbettzimmer, das ich mir mit zwei weiteren Rucksacktouristen aus Europa teile heute nacht. Ein Frühstück ist im Preis inbegriffen. Da kann man echt nichts gegen sagen.
Die zwei Bettnachbarn waren bereits in Indonesien. Sie erzählen mir, sie seien auf Java gewesen. Dort ist es um diese Zeit etwas heikel, da viele Leute dort gerade den Ramadan hinter sich hätten . Da viele nicht arbeiten könnten, hätten sie kein Geld und klauen deshalb viel den Touristen aus den Taschen, wenn man zum Beispiel im Zug fährt.
Einer von den beiden hat sich in Singapur eine neue Digitalkamera gekauft. Er meint, hier in Singapur gibt es gute Kameras zu guten Preisen. Bisher habe ich mir um einen Ersatz meiner alten Kamera noch gar keine Gedanken gemacht. Aber jetzt stelle ich diesbezüglich schon Überlegungen an. Der Kollege meint, in "Chinatown" seien Kameras günstig zu bekommen. Ich solle mich da mal umsehen. Keine schlechte Idee!
Die beiden wollen im Anschluß an ihrem Zwischenstopp in Singapur nach Malaysia, erzählen sie. Ich empfehle ihnen einen Ausflug in zum Taman Negara Nationalpark, vor allen Dingen einen Gang über die Hängebrücke.
Nach einer Stunde gehe ich noch mal vor die Tür. Der Hunger treibt mich
zu einer Bude mit indischem Essen. Köstlich, köstlich. Die Vorfreude ist
groß auf morgen. Wahrscheinlich halte ich morgen abend bereits das Flugticket
in meinen Händen.
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