| << >> |
Freitag, 05. November 2004
Heute werde ich meinen Pass verlängern. Dazu ist es notwendig, Thailand über den Grenzfluß zu verlassen. Man hat die Möglichkeit, für 5 US-Dollar einen Tag im benachbarten Tachileik zu verbringen und bei der Rückkehr dann für eine wiederholte Einreisegebühr von umgerechnet 5 Euro weitere 30 Tage in Thailand zu erhalten.
Ich treffe Werner, mit dem ich Chiang Rai mächtig Spaß hatte, an der Grenzkontrolle zu Myanmar wieder. Was ein Zufall, was für eine Freude!! Er ist auch nicht gerade schlechter gelaunt. :-)
Auf der thailändischen Seite heißt es lange Anstehen. Dann sind wir an der Reihe, die Pässe werden abgestempelt und wir gehen gemeinsam über die Brücke zum Grenzposten von Myanmar. Kurz vor Tachileik zieht die nette Grenzbeamtin unsere Pässe ein, nur zur Vorsicht, damit wir nicht abhauen. Das kommt mir bekannt vor. In Dhaka ist mir ja der Reisepass ebenfalls eingezogen worden.
In Tachikeik kommen uns dann erst mal 20 Zigarettenhändler entgegen. Das Bild unten zeigt eine entschärfte Situation mit lediglich einem Zigarettenhändler.

Die Zigarettenhändler umkreisen uns und wollen am liebsten alle Stangen an uns abgeben. Ich sehe nichts außer Ständen und Markt in Tachileik. Es sind hier nur Händler unterwegs. Von Händlern wird man hier überrannt. Ich kaufe eine Stange Mentholzigaretten für 100 Baht. Werner und ich gehen ein wenig abseits der Stände schauen. Es scheint hier noch ursprünglicher als in Thailand zuzugehen, obwohl uns die wahre Kultur Myanmars verborgen bleibt. Hier in Tachileik ist halt nur Markt.
Werner und ich verschnaufen bei einem Kaffee an einem Stehladen.

Wir gehen zurück nach Thailand. Kurz vor Grenzübertritt drehe ich mich nochmals um und mache ein paar Bilder vom Leben in Tachileik.


Kurz vor Abholung des Reisepasses bei der burmesischen Grenzbeamtin lasse ich mich auf der Brücke fotografieren. Werner ist schon weit vorgegangen.

Es ist eine Riesenschlange an der Passkontrolle zu Thailand. Wir kriegen
einen Stempel in den Pass und dann gehen wir was essen. Anscheinend ist
die thailändische Immigrationsbehörde auf die Devisen der Wiedereinreisenden
aus. Hier steht, dass bei Wiedereinreise ein Betrag von umgerechnet 20
bis 30 Euro fällig wird. Aber irgendwie scheint das zum Glück nicht auf
uns zuzutreffen, lediglich die 250 Baht, bzw. 5 Euro werden fällig.
Da wir das so gut über die Bühne bekommen haben, entschließen wir uns, direkt am Grenzfluß in einem Restaurant essen zu gehen; das Abschiedsessen sozusagen.
Werner ißt Frosch. Ich verzichte auf Frosch entgegen der Empfehlungen Werners und esse Hühnchen. Dazu gibt es leckeres Leo-Bier. Werner ist schwer in Ordnung. Er ist früh pensioniert. Er sagt, er treffe irgendwo seine Freundin, um mit ihr Myanmar zu bereisen. Wir tauschen Internet- und Emailadressen aus, gehen noch etwas am Fuße einer Anhöhe direkt am Grenzfluß spazieren. Er zeigt mir seine Übernachtungsstätte, die er einmal vor Jahren genutzt habe.
Wenig später verabschieden wir uns voneinander und wünschen wir uns ein anhaltend schönes Leben weiterhin. Alsdann sammele ich noch weitere schöne Eindrücke von Mae Sai.



Das Hotel, das Werner mit zeigte, finde ich so beeindruckend, das ich es noch einmal aufsuche. Tatsächlich ist das ein Hotel, das sich über viele Terrassen hinweg auf die Spitze der Anhöhe erstreckt. Von außen scheint es aus Holz, bei näherem Hinsehen aber von massiverem Material zu sein.
Von hier aus hat man einen wahnsinnig tollen Ausblick auf Tachileik, wohin man von hier aus spucken kann.
Das Hotel von unten.

Von etwas weiter weg.

Ausblick von der Anhöhe aus auf Tachileik.

Ein Buddha-Tempel mitten in Tachileik. Leider sind wir nicht dort gewesen ein paar Stunden zuvor.

Das Wohnviertel und ein Palast in Tachileik.

Im Schatten sind Teile der Hotelanlage, im Hintergrund Tachileik zu erkennen.

| << >> |