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Donnerstag, 25. November 2004
Heute ist mein erster Tag in Malaysia. Ich bin natürlich neugierig auf die Umgebung hier. Also verlasse ich gegen 9.00 Uhr ohne Frühstück das Quartier, um Kota Bahru zu erkunden.
Kota Bahru ist eine moslemische Stadt mit europäischem Flair. Hier dominieren Fußgänger, nicht Autos oder Mopeds. Alles in allem geht es hier ruhiger zu als in den Städten Thailands.
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Zwischendurch meine ich, in Amsterdam zu sein, aber dann sehe ich wieder die offenen Strassenrestaurants und die Menschen hier und das läßt die Täuschung wieder schwinden. Malaysia ist ja von drei Volksgruppen dominiert, den buddhistischen Chinesen, den moslemischen Malaien und den hinduistischen Indern. In den normalen Supermärkten gibt es kein Alkohol zu kaufen, aber bei den Chinesen immer und überall. Trotz ihrer Gegensätze verstehen sich die Menschen hier sehr gut.
Die Geschäfte sind im Vergleich zu denen in Thailand sehr sauber. Die
Produkte sind auch hochwertiger, die Präsentation ist auch wichtiger.
Hier gibt es mehr geschlossene Schaufenster, wie in Europa. Die Präsentation
der Ware draußen beschränkt sich überwiegend auf Gemüse und Obst.
Als nächstes probiere ich das leckere Essen auf der Strasse. Es gibt Nasi
Goreng beim Chinesen, aber nicht so scharf wie in Thailand.
Ich gehe in ein Museum. Dort wird die Sultanfamilie von Kelantan vorgestellt. Kelantan ist eine Provinz in Malaysia, in der Kota Bahru liegt.
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Als ich das Museum wieder verlasse, werde ich von einem Mann angesprochen, der mir einen Ausflug auf eine nahe gelegene Insel anbietet. Aufgrund der Regenzeit sei es im Moment ideal, dorthin zu fahren. Es seien wenig Leute dort. Ich sage ihm, zurzeit sei ich nicht interessiert. Ich hätte andere Pläne.
Unweit vom Museum ist ein breiter Fluß. Das ist eine malerische Kulisse hier unten. Ich fühle mich zurückversetzt nach Nong Khai in Thailand. Dort hielt ich mich ja auch am Mekhong-Fluß auf.
Ich sichte ein kleines Fährboot und frage den Bootsführer, ob er ablege und ob man später wieder hierhin zurückkommt. Beides bestätigt er mir. Also steige ich auf das Boot und wir fahren flußaufwärts zur anderen Uferseite. Ich lande hier in einer Umgebung, die gar nicht Kota Bahru ähnelt, sondern wo es wesentlich einfacher zugeht. Ich sehe mir die Umgebung an, lande auf einem kleinen Marktplatz. Hier gibt es ebenfalls ein kleines Strassencafe, wo ich mir Reis mit Beilage und Chilli bestelle. Köstlich. Dann gehe ich wieder zurück zur Bootsanlegestelle. Hier gibt es nicht mehr zu sehen als Häuser, Gassen und spielende Kinder. Letztere verfolgen mich eine zeitlang. Sie haben bestimmt Spaß an diesem Fremdling aus Europa. Ich nehme es mit Humor.
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Leider haben die Kinder und manche Erwachsene die schlechte Angewohnheit, ihren Müll in den Fluß zu werfen. Besonders alte Plastikflaschen werden gerne einfach so in den Fluß geworfen. Als ich den Bootsführer darauf aufmerksam mache, winkt er ab und sagt, das sei normal.
Zurück in meinem Quartier handele ich den Preis für eine Nacht auf 15
Ringgit runter. Es folgt Entspannung vom Tag.
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