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Montag, 15. November 2004

Heute geht es mit einem Fahrrad in das benachbarte Fischerdorf. Die Umgebung hier ist still, kaum Menschen, ich genieße das sehr. Zurück am Siripong Guest House hole ich mir ein Zimmer für 150 Baht die Nacht. Das Zelt baue ich ab und die Sachen befreie ich vom Sand. Abends unterhalte ich mit Willi, den ich gestern vom Bahnhof mit zum Gästehaus geschleift habe. Er ist, 48 Jahre alt und aus Düsseldorf. Er erzählt, er sei leidenschaftlicher Reisender und habe eine schwere Krankheit: Hepatitis C. Er sagt, er habe sie sich in den Philippinen geholt von einer Frau. Er erzählt viel von seiner Vergangenheit, an seinen Glauben und dass er das Reisen liebt.
Er erzählt von einem großen Augenblick irgendwann in der Vergangenheit, der ihm zu großer Stärke verholfen hat.
Für ihn wird die Welt von großer Dunkelzeit heimgesucht. Deshalb sei es wichtiger denn je, Menschen mit einem guten Herzen zu begegnen und vor allen Dingen einer zu sein.

Weil viele Menschen gefährdet seien, der Dunkelheit zu verfallen, spiele die Welt verrückt.

Ein nicht unerheblicher Grund dafür sei, dass Menschen nicht zeitig ins Bett gingen. Die Dunkelheit sei dazu da zu schlafen und der Tag sei dazu da, wirklich wach sein. Die Natur führe uns zu diesem Rhythmus.

Willi ist trotz seiner Krankheit und seiner Erkenntnis von großem Optimismus getrieben. Das merke ich und das finde ich sehr beeindruckend.

Willi wird weiterreisen in Richtung Malaysia. Er wird dorthin ausreisen, um weitere 30 Tage Aufenthaltserlaubnis für Thailand zu bekommen.

 

 

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