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Freitag, 19. November 2004
Bevor ich heute mit dem Zug weiterfahre in Richtung Süden gehe ich zum Markt von Ban Krud.
Ich notiere handschriftlich in meinem Tagebuch: "Dabei beobachte
ich die Menschen, wie sie an mir vorbeiziehen und ich bemerke, dass Menschen
hier zufrieden leben und dabei wenig diktiert zu sein scheinen durch Gesetze
und Ordnungshüter. Ich bemerke, wie Menschen den interfamiliären Zusammenhalt,
gute Beziehungen zum Nachbarn und manchmal zum Fremden wie mich finden.
Mir kommt es vor, als seien durch wenig Vorschriften die Menschen imstande,
ihre Freiheit im Alltag bis auf das Irgendmögliche auszuschöpfen. Bei
allem, was diese Menschen tun, ist ihnen Entspannung anzumerken. Sie tun,
was sie tun müssen, zumeist einfache Dinge, aber sie lassen sich nicht
von übermäßigem Leistungsdruck überzeugen."
Am späten Vormittag wird es merklich dunkler und der Himmel zieht sich zu. Wenige Minuten später fängt es so richtig heftig an zu regnen, wie ich es hier noch nicht erlebt habe.
Die ganze Strasse ist überschwemmt. Plötzlich, nach einer halben Stunde, ist es schlagartig vorbei. Ich gehe zurück zu meinem Quartier und packe meine Sachen für die Weiterreise. Ich verabschiede mich von den Gästehausbesitzern und dann geht es los. Kaum bin ich einige Meter gelaufen, helfen mir Kioskbesitzer mit dem Transport zum Bahnhof.
Ich steige bei einem Mann hinten aufs Moped und dann geht es zum 600
m entfernten Bahnhof. Am Bahnhof komme ich mit einem jungen US-Amerikaner
ins Gespräch, der mit dem Zug bis Surat Thani und von dort auf Ko Phangan
weiterzureisen beabsichtigt.
Ein junger Mann von der Gästehausfamilie kommt, um mir alles Gute zu wünschen.
Als Abschiedsgeschenk überreicht er mir eine Kokosnuss.
Wenige Minuten später geht es mit dem Zug dritter Klasse weiter nach Lang
Suan. Gegen 19 Uhr erreiche ich mein Ziel. Den Anschlusszug nehme ich
morgen früh weiter nach Hat Yai. Für heute nacht nehme ich mir ein Quartier
in einem kleinen Hotel für 250 Baht die Nacht.
Als ich mein Quartier beziehe, bin ich erleichtert über solch schöne
Erlebnisse in der jüngsten Zeit. Ich lasse das alles ein bißchen
sacken, sehe dabei ein wenig englisches Fernsehen. Später geht es
zum Nachtmarkt.


Hier genehmige ich mir ein köstliches Omelette.

Nach 2 Stunden bin ich zurück und lege mich in meinem "Luxusdomizil" schlafen.
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