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Freitag, 26. November 2004
Ich stelle immer wieder fest, dass es ein großartiges Geschenk ist, so frei reisen zu dürfen.
Das deshalb, weil ich auch heute Zeuge von einem für mich besonderen Ereignis werde. Der Gebetsführer, so nenne ich ihn mal, hat heute die Moslems der Umgebung zu einem Gebet aufgerufen. Um dem Gebet beizuwohnen, versammeln sich die Menschen auf den Strassen. Es sind tausende von ihnen gekommen, um dem Gebetsführer zuzuhören. Die Leute sitzen auf Plastikstühlen oder sitzen auf dem Bordstein. Viele stehen natürlich. Es ist eine gespenstige Ruhe, nur der Gebetsführer ist zu hören. Ich bin tief beeindruckt von der Atmosphäre, eine echte Bereicherung. Die Leute scheinen dem Gebetsführer wirklich zuzuhören. Zwischendurch lachen die Leute, bestimmt, weil der Gebetsführer es mit Humor nimmt.
(Bitte auf das Bild klicken!)

Die Geschäfte von Moslems sind heute geschlossen hier. Chinesen machen unbehelligt vom Feiertag der Moslems weiterhin Geschäfte.
Ich plane die Weiterfahrt morgen früh. Wie ich herausgefunden habe, ist unweit von Kota Bahru, in Wakaf Bahru ein Bahnhof, von dem aus ein Zug um 6.10 Uhr morgens nach Kuala Lipis fährt. Diesen Zug kriege ich nur, wenn ich um 5.30 Uhr hier mit einem Taxi aufbreche. Mal sehen, ob ich das schaffe.
Tja, ich nehme nun langsam Abschied von Khota Bharu, einer sehr angenehmen Stadt, die trotz seiner Nähe zu Thailand kulturell sehr nahe an Europa liegt.
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