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Sonntag, 14. November 2004
Das wird ein großartiger Tag. Heute morgen wache ich noch vor Sonnenaufgang auf.

Der Kiosk


Ich steige aus meinem Zelt und wenig später ohne Frühstück im Bauch geht es auch schon los. Ich schnappe mir meine Kamera und laufe gemütlich den Strand Richtung Süden. Ich laufe, laufe und laufe.

Der thailändische Golf macht sich unweit mit hohen Wellen bemerkbar.
Ich nähere mich einer Feriensiedlung, in der sich einige Urlauber aus Bangkok tummeln.
Es ist 8 Uhr und Zeit, in einem kleinen Hotelrestaurant zu frühstücken. Außer den Urlaubern aus Bangkok sind weit und breit keine Menschen zu sehen, außer der Bedienung natürlich. Ich bestelle mir Omelette mit Reis und Kaffee.
Das Frühstück ist fantastisch. Ich genieße den Blick durch die Bäume hinweg auf das Meer. Etwas später zahle ich und gehe sodann vergnügt den Strand weiter entlang. Ich habe das Gefühl, die Wellen werden immer höher. Die Sonne hat hier hohe Intensität.


Ich treffe auf einen ärmlich wirkenden Einheimischen. Ich gebe ihm ein paar Münzen. Dafür lichte ich ihn ab. Er ist einer der Wenigen, die mir an diesem Strandspaziergang begegnen.

Das Ende meines Spaziergangs in einer Richtung markiert die Meeresmündung für einen kleinen Fischerhafen.

Ich halte inne und sehe einige kleine Fischerboote mit Fischern drauf, die ihren Fischfang nachbereiten. Ich setze mich einfach hin und genieße den Augenblick, die Stille und das Glück.


Die Meeresenge

Ich springe ins Wasser und versuche auf die gegenüberliegende Seite der Meeresmündung zu gelangen. Einige Fischer geben mir zu verstehen, dass ich das schaffen kann.
Meinen Rucksack bekomme ich allerdings nicht trocken hinüber. Aus diesem Grund stapfe ich einige Meter durch das Wasser am Ufer entlang. Dann gehe ich die Böschung hinauf und setze meinen Weg in Richtung Zelt fort.
Auf dem Rückweg sehe ich diese unbegehbare Brücke.

Unterwegs bemerke ich den Hitzewall in meinen Beinen. Das ist die Ankündigung für einen deftigen Sonnenbrand, der sich auf dem Rückweg mehr und mehr verstärkt. Blöderweise habe ich keine Sonnenmilch dabei, um die Sonneneinwirkung auf die Beine abzumildern.
Nach einigen Kilometern bin ich wieder zurück im Schatten. Ich lege mich in eine Strandhütte. Das ist eine Wohltat, vor allen Dingen für meine knallroten Beine.
Nach weiteren 2 km erreiche ich dann mein Zelt.
Gegen sieben dämmert es. Ich beobachte die Fischerschiffe am Meereshorizont in einer Linie fahren. Sie machen langsam alle das Licht und so sieht man eine lange Kette von Lichtern am Meereshorizont. Ich gehe die leergefegte Strandpromenade entlang in der Hoffnung, etwas Schmackhaftes zu finden.
Kurz vor Ortsausgang ist ein kleines Restaurant. Dort esse ich Ente. Als mir die Ente serviert wird und ich einen Bissen esse, wird mir blitzschnell schwarz vor Augen. Ich renne auf die Toilette und übergebe mich. Alles geht so schnell, dass ich noch nicht mal einen Brechreiz verspüre.
Daraufhin probiere ich ein weiteres Mal, Ente zu essen. Das Prozedere wiederholt sich. Ich verlasse das Restaurant.
Bis heute weiß ich nicht genau, woran das gelegen hat. Entweder war die Ente verdorben oder der Sonnenbrand an den Beinen Schuld daran.
Es ist die letzte Nacht im Zelt. Ich bin bis 1.00 Uhr wach. Ich kann
vorerst nicht schlafen, denn mir ist immer noch schlecht.
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