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Mittwoch, 10. November 2004

Heute ist es an der Zeit, mit dem Bus weiterzufahren nach Lampang. Ich verlasse das Hotel und gehe zu einem kleinen Restaurant frühstücken.

Bevor ich irgendwo in dem Restaurant Platz nehmen will, passiert das Unfassbare. Ich möchte mich dem großen Rucksack auf dem Rücken entledigen, doch der Rucksack bleibt am Tisch nebenan hängen. Als ich das merke, richte ich mich auf, merke dabei jedoch nicht, dass sich der Rucksack bereits am Nachbartisch verhakt hat.

Lange Rede, kurzer Sinn. Der Rucksack reißt den Nachbartisch mitsamt allen Gewürzen und Soßen um.

Der Boden ist nun voller Soße. Mann, ist mir das peinlich. Ich hole einen Lappen und helfe der Restaurantinhaberin beim Aufwischen. Anstatt mit großer Aufregung, wie ich sie verspüre, begegnet die Frau und alle Gäste diesem Mißgeschick mit großer Gelassenheit. Sie lachen einfach herzlich und sagen mir damit, dass das halb so schlimm ist.

Ja, es ist eigentlich nichts Schlimmes passiert.

Das ist es, was die Leute mir in dieser Situation zu verstehen geben.

Trotzdem will ich die Restaurantbesitzerin mit 150 Baht für dieses Mißgeschick entschädigen. Sie lehnt jedoch ab. Sie will mein Geld einfach nicht annehmen, als ich bezahlen will.

Ich nehme das Essen mit hochrotem Kopf ein. Der Vorfall ist mir peinlich, aber auch unvergeßlich. Die Frauen lachen lediglich verlegen, statt sich über den Schaden negativ auszulassen.

Sie schaffen es, mir das Gefühl zu vermitteln, dass dieser Vorfall wirklich nicht schlimm sei. Wie gesagt, die Frrau berechnet mir lediglich das Essen. Ich bin total baff.


Dann geht es zum Busbahnhof. Ich nehme den Bus nach Lampang.

 

Mal wieder im Bus.

 

Schattenfrüchte zum Verkauf in Lampang.

 

Nach 2 Stunden Fahrt bin ich am Ziel. Ich nehme einige Informationen auf vom Bahnhofsschalter. Heute ist es nicht so voll hier wie beim letzten Mal.

 

 

Es ist über 30 Grad warm. Es ist daher gut, das ausliegende Fleisch zu kühlen, aber nicht hochindustriell, sondern mit einem rotierenden roten Wedel (beim genauerem Betrachten zu erkennen auf der Mitte des Bildes).

 

Als ich in Lampang ankomme, entscheide ich mich für eine Übernachtung in dem Hotel vom letzten Mal. Ich gehe das ganze Stück vom Bahnhof bis zum Hotel. Ich gehe gerne zu Fuß, da ich dann wesentlich mehr mitbekomme als in einem Taxi oder so. Dieses Mal weiß ich ja, wie ich gehen muß.

Ich treffe auf einen Pickup mit Spendensammlern auf der Ladefläche.

 

 

 

Schade, dass man die Musik nicht wiedergeben kann. Sie inspiriert total. Die Leute spielen endlos, trommen auf einen Gong, auf Trommeln und benutzen ein Glockenspiel.

Später stoße ich auf das Wahrzeichen Lampangs, einer historischen Kutsche ...

 

 

... und auf eine historische Honda für umgerechnet stattliche 400 Euro.

 

 

Dieser Lokalbus steht nicht zum Verkauf.

 

Und dann ist es nicht mehr weit zu meinem Quartier. Der Tag kling ohne weitere besondere Vorkommnisse aus, hat ja auch gereicht mit dem umfallenden Tisch am Morgen.

Morgen kann es dann los gehen zurück nach Bangkok. Ich habe vor, mit dem Zug dritter Klasse in einem durchzufahren.

Das wird lange dauern, deswegen tut Ruhe jetzt gut. Ich freue mich auf Morgen..

 

 

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