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Sonntag, 10. Oktober 2004

An diesem Morgen bin ich sehr ausgeschlafen. Ich mußte auch ausgiebig schlafen, denn die letzten beiden Tage hatten es ganz schön in sich. Ich bin in einem kleinen Zimmer ohne Fenster mit Fernseher und laufendem Ventilator untergebracht.

Ich mache mich kurz frisch und gehe dann hinunter zum Aufenthaltsbereich für Gäste. Hier lerne ich Barbara aus der Schweiz kennen. Sie hat ihren Bus zu einem Tempel nach Ayutthaya verpaßt.

Da sie nicht auf diesen Tempel verzichten will, arrangieren wir einen gemeinsamen Trip dorthin. Wir nehmen ein Tuk-Tuk zum zentral gelegenen Bahnhof. Am Schalter sagt man uns, wir hätten noch zwei Stunden Zeit, bis der Zug nach Ayutthaya einträfe. So vertrödeln wir noch ein wenig die Zeit um den Bahnhof herum. Wir entdecken China Town. Gegen halb zwölf geht es dann los. Wir haben Tickets für den Zug dritter Klasse ergattert und sind nun auf dem Weg nach Ayutthaya. Wie bei der Hinfahrt gestern rappelt es ganz schön hier in der dritten Klasse. Barbara und mir gefällt es. Nach zwei Stunden Fahrt erreichen wir Ayutthaya. Wir haben einen längeren Weg zurückzulegen, auch über Wasser, wenn ich mich recht erinnere. Alles ist unheimlich einfach hier, das ist mein erster Eindruck. Es sind unzählige Menschen hier draußen auf der Strasse und auf kleinen Seitenstraßen. Sie sitzen einfach da und genießen die Zeit und das Leben.

Wir fragen uns rum und dann sind wir da. Das ganze Stück haben wir zu Fuß zurückgelegt. Zur Tempelanlage "Wat Phra Mahathat" hinein geht es mit Eintrittskarte. Die ist aber für Leute, die kein Thai verstehen, teurer. Na ja was solls. Wir werden jedoch schnell entlohnt. Denn was wir dort vorfinden, ist wirklich historisch. Wir sehen Figuren in einem Baum verewigt.

 

 

Ich erklettere eine Mauer und gehe höher und höher. Da kommt von weitem der Aufpasser und bittet mich, dort hinunter zu gehen. In Anbetracht der Historie dieses Tempels ist mir sein Wunsch Befehl.

 

Die Tempelanlage "Wat Phra Mahathat"

 

 

 

 

Wir verlassen den Tempel und gehen eine Strasse entlang in Richtung Süden. Barbara will sich noch einen weiteren Tempel ansehen. Aber der ist weit weg. Wir können nicht genau ersehen, wie weit der wirklich entfernt ist.

 

 

Wir halten einige Tuk-Tuks an. Ein Fahrer meint, er könne uns bis dahin mitnehmen für wenig Baht. Der Tempel sei nur 1 km weg. Ein anderer Fahrer, den wir fragen, meint, es seien noch 5 km bis zu diesem Tempel.

 

 

Da die Zeit fortgeschritten ist, und wir nicht genau wissen, wie weit es nun wirklich bis zu diesem Tempel ist, biegen wir links ab über eine Brücke und gehen über einen abgelegenen Weg zurück ins Stadtinnere, vorbei an bellenden Hunden, herumlaufenden Hühnern und herum sitzenden Einheimischen.

Einen Tempel können wir auf dem Rückweg zum Bahnhof doch noch erhaschen.

In der Stadt selbst ist uns noch ein Ausflug über einen kleinen Markt gegönnt.

 

 

Zu diesem Zeitpunkt bin ich begeistert Barbara von meinem Vorhaben am erzählen, dass es mich in den Norden Thailands ziehe. Dort sei der Dschungel sicherlich ein Abenteuer. Barbara ist davon nicht so begeistert.

Sie empfiehlt mir eine Malariaprophylaxe. Es wird sich jedoch später herausstellen, dass ich nicht so sehr dem Malariarisiko ausgesetzt sein werde, obwohl mich gerade zu Beginn meiner Reise durch Thailand etliche Male kleine Mücken heimgesucht haben. Vielleicht habe ich einfach nur Glück gehabt. Besonders riskikoliebend habe ich mich dennoch nicht verhalten.

Abends um halb acht fahren wir dann mit dem Zug dritter Klasse wieder zurück nach Bangkok.

 

 

So circa 22 Uhr sind wir wieder an unserem Gästehaus. Wir essen noch was und verabschieden uns dann.

 

 

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