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Donnerstag, 14. Oktober 2004
Am nächsten Morgen stehe ich früh auf, um Geld abzuheben. Ich habe jedoch Pech, da der Kartenautomat keine Verbindung zur Hausbank herstellen kann. Na ja, vielleicht beim nächsten Mal, denke ich mir. Gegen halb acht morgens setze ich mich in einen Bus, um zum nahe gelegenen Stausee Ubon-Ratana-Stausee zu fahren. Ich frage mich noch, warum bezahle ich eigentlich so viel? Aber ich kann meine Frage nicht an den Ticketverkäufer weitergeben. Er versteht kein Englisch. So bezahle ich 132 Baht. Ziemlich teuer für den Weg zu einem nahe gelegenen Stausee. Als ich im Bus sitze, sehe ich mich um.

Als der Bus nun tatsächlich rollt, und er rollt richtig zügig,
frage ich einen jungen Mann, ob der Bus den nahegelegenen Stausee zusteuere.
Der Mann entgegnet mir, der Bus fahre zu einer Stadt östlich von
Bangkok. Ach du Heidewitzka. Der Busfahrer fährt wie ein Weltmeister.
Als ich ihm zu verstehen gebe, dass ich im falschen Bus sitze und ich
tatsächlich zu einem Stausee bei Khon Kaen wolle, funkt er einen
Kollegen an. Ich weiß zwar zu diesem Zeitpunkt nicht, was er mit
ihm beredet, aber nach 30 oder 40 km Fahrt klappt es dann. Der Bus hält
an einer Bucht, als er einen bestimmten entgegenkommenden Bus entdeckt.
Dann geleitet mich ein Kollege des Busfahrers zu dem mittlerweile zum
Stillstand gekommenen Bus auf der anderen Straßenseite. Was für
eine witzige Aktion. Leider händige ich dem Kollegen noch das Busticket
aus, als er danach fragt. Naja, mit dem Verlust muß ich leben.
Zurück in Khon Kaen gehe ich wieder zum Busbahnhof und bekomme dort
tatsächlich den Bus zum Stausee bei Khon Kaen.
Mit dem Bus geht es für 25 Baht aus der Stadt hinaus. Er ist rappelvoll.
Ein netter Thai unterhält sich mit mir und sagt mir an der Stelle
Bescheid, wo ich aussteigen soll.
Im Bus sitzt auch ein Mönch, der irgendwo im Grünen aussteigt.
In einem kleinen Dorf angekommen gehe ich auf die andere Straßenseite.
Ich habe Hunger auf eine scharfe Suppe. Tja, und dann lerne ich die Mutter
einer sehr lieben Krankenschwester kennen. Die Mutter unterhält sich
anfangs sehr angeregt mit mir und sie ist ständig am lachen. Dann
gibt sie mir die Suppe, entschuldigt sich für einige Minuten und
kommt dann mit ihrer Tochter zurück. Ich lerne die Tochter kennen
und bin sehr angenehm überrascht. Beide verbringen einen sehr schönen,
unbeschwerten Tag mit mir am Ubon-Ratana-Stausee. Wir gelangen zu einem
Buddha auf einem Berg, wo die Mutter ein Räucherstäbchen aufstellt.
Mit der Tochter in einem kleinen Tempel oberhalb des Stausees

Mit der Mutter vor dem Tempel

Mutter und Tochter



Wir gehen dann gemeinsam zurück zu einem Restaurant. Wir trinken Kaffee. Es ist eine unheimlich entspannte Atmosphäre.. Danach gucken wir in das Wasser des Stausees. Dort schwimmen unheimlich viele Fische herum. Eine Fahrt auf dem Mofa führt uns dann zu vielen Treppen und schließlich zu einem Buddha auf dem Berg unweit des Stausees.


Sie stellen mir auch noch die Frage, was mein Vorhaben in naher Zukunft
sei. Ich sage, ich möchte nach Australien, vielleicht komme ich zurück,
wer weiß. Als wir zurückkommen, tauschen wir noch die Adresse aus.
Gehe dann zurück zur Bushaltestelle. Der Bus kommt ein wenig später
und bringt mich mit einer Unterbrechung zurück nach Khon Kaen. Mit
einer Unterbrechung? Ja, auf halbem Wege geht die Gangschaltung kaputt.
Die Leute sehen es gelassen. Der Ersatz kommt schnell. So fahren wir mit
einem Ersatzbus weiter. Ich bin dann wieder in Khon Kaen und lasse dort
den Tag duschend, essend und dann schlafend ausklingen.
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