<< >>

Montag, 11. Oktober 2004

Heute ist Bangkok an der Reihe meiner Erkundungen.

Es ist früh am Morgen und ich sehe den ersten Tropenregen draußen. Es gießt wirklich in Strömen. Ich ziehe mich an, gehe hinunter und das erste, was ich mir leiste an diesem Morgen, ist ein Führer von Thailand von "Reise-Knowhow. Der wird mir auf jeden Fall gute Dienste leisten. Dann geht meine Stadtbesichtigung auf eigene Faust auch schon los. Zuerst sehe ich mir die Geschäftsstrassen an.

 

 

Diese sind vor allen Dingen für Touristen interessant. Hier sind sehr viele Plagiate zu erschwinglichen Preisen zu haben. Die Verkäufer kommen mir entgegen und preisen ihre Ware an, aber ich lehne unermüdlich dankend ab. Ich laufe in Richtung Innenstadt. Dort fängt es wieder an zu regnen. Ich sitze in einer schönen Kneipe in einer kleinen Gasse und trinke meine erste Coca-Cola. Ich werde noch viele Colas im Laufe meines Thailand-Aufenthalts trinken, was meiner Meinung nach eine gute Ergänzung ist zum thailändischen Imbiss aus Suppe oder Gericht mit Hühnchen. Ich lege den halben Weg über eine Brücke über den "Mae Nam Chao Phraya" Fluß zurück. Der ist wahnsinnig breit. Dabei werde ich total eingeräuchert vom vorbeirauschenden Verkehr. Aus diesem Grund entschließe ich mich zurückzugehen. Mittlwerweile habe ich total die Orientierung verloren.

 

 

Ich überlege, wie ich mir ein Leben in Thailand finanzieren könnte. Es gefällt mir sehr gut hier. Mit meinem Bruder redete ich noch über die Möglichkeit des Ebay-Handelns mit Waren aus Thailand in Deutschland.

Ich schmeisse mich an einen einen Mopedfahrer. Mit einer Stadtkarte bewaffnet, frage ich ihn, wo der Königspalast sei. Ohne zu zögern, bietet er mir an, mich dorthin zu bringen. Wunderbar, dann bin ich ja doch nicht verloren. Am Königspalast angekommen, Ich verabschiede mich vom Mopedfahrer und gehe um den Weg um den Königspalast ab. Ich sehe Wachen an Einfahrten und zwischen drinnnen. Ich komme jedoch nicht rein, keiner der Wachen erlaubt mir das.: "Nee, kein Einlass!" bekomme ich zur Antwort.

 

 

Ich lasse mich mit einem Taxi zum Stadion bringen, wo in Kürze ein Thaiboxkampf stattfinden wird. Mit einem Ticket für den dritten Rang bewaffnet, geht es in einen Bereich, der mit meterhohem Metallzaun von der Umgebung abgeschottet ist. Hier stehen hunderte von wettenden Thais.

 

 

 

 

Der Kampf beginnt.

 

 

Ich stehe inmitten der wettenden Thais. Die wetten lautstark, was das Zeug hält. Einer rät mir, auf den Rang gegenüber zu gehen, das sei dort nicht so "gefährlich". So ganz habe ich die Sache hier noch nicht durchschaut. Ich merke nur, dass die Spannung mit Zuendegehen des Kampfes steigt. Die wettenden Herren werden lauter, fuchteln mit den Händen hin und her, rufen so was wie "Dillingdillingdilling" und als der Kampf schließlich entschieden ist, wechseln Geldscheine eilig die Besitzer.

 

 

 

 

So geht das ein paar Kämpfe. Während einer dieser Kämpfe kommt es zu einer Schlägerei. Es fliegen die Fäuste, weil einer wohl den Wetteinsatz veruntreute. Dafür bekommt er wohl eins aufs Maul.
Jetzt weiß ich, was der Nachbar meinte. Kurze Zeit später bin ich auf den Rängen gegenüber, wo nicht so viele Leute stehen.

 

 

 

Der 1. Rang, der teuerste also, ist direkt vor der Bühne. Man kann dort auf Stühlen Platz nehmen.

Auf dem Rang gegenüber, wo ich fast alleine sitze, sehe ich die wettenden Thais. Geht das dort stürmisch zu, denke ich mir. Nach dem Kampf fahre ich mit einem Tuk-Tuk zurück zu meiner Unterkunft. Ich hätte vom Stadion bis dort hin nie und nimmer zurückgefunden. Das wird mir während der Rückfahrt mit dem Tuk-Tuk klar. "Krung Thep", zu deutsch "Bangkok" sollte statt dessen heißen "Verlaufen leicht gemacht".

 

 

  << >>