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Mittwoch, 20. Oktober 2004
Ich verschlafe den ganzen Morgen, was ein Wunder. Ich kriege 6 Stunden Schlaf bis 12 Uhr. Die zwei Australierinnen vom London Hotel sind immer noch da. In der Nacht wollten sie noch den Bus am frühen Morgen nach Chiang Mai nehmen. Nun, da sie auch verschlafen haben, haben sie das so nicht gebacken bekommen. Sie ziehen gerade ab, als ich auf das Klo gehe. So kommt noch einmal eine herzliche Verabschiedung zustande.
Ich stelle dann fest, dass ich einen "Rauschreduzierer = Klopapier zusammengeknüddelt" tief in meinem Gehörgang habe. Ich höre auf einmal auf dem einen Ohr nix mehr. Der Versuch, das rauszukriegen, scheitert. So gehe ich hinunter an die Rezeption. Ein Mädchen ist mir behilflich, einen Arzt zu finden. Sie "nimmt mich sofort an die Hand" und geht mit mir zu einem HNO-Arzt, der seine Praxis gerade einmal um die Ecke hat. Ich bin total erstaunt, wie einfach es ist, hier Hilfe von einem Spezialisten zu bekommen. Das ist Thailand, völlig unkompliziert. Ich komme direkt dran. Der Arzt ist direkt bei der Sache. Er nimmt ein Spezialwerkzeug zur Hand und geht damit in mein Ohr. Nach wenigen Minuten ist der Fremdkörper aus meinem Ohr entfernt. Ich bedanke mich für die qualitativ hochwertige Hilfe und bezahle (sehr günstig, so eine Behandlung).
Dann ist Zeit für eine zweite Erkundungstour durch Phitsanulok. Ich gehe auf den Markt was essen. Ein Erlebnis sind die Einheimischen hier.
Der Opa vor dem Stand.und lesende Standbesitzerin

Das Kind, das einer Buddha-Figur gleicht :-) und schlafende Mama

Der Rikschafahrer


Am Abend passiert mein persönlicher Höhepunkt in Phitsanulok.
Ich gehe in eine Musikbar. Dort setze ich mich zu zwei jungen Thailändern
und trinke ein Bier mit ihnen. Die sind total nett und können sogar
englisch. Wir unterhalten uns über die Unterschiede zwischen thailändischer
und deutscher Kultur. Es fällt auf. dass ich Thailand und die beiden Thailänder
Deutschland sehr faszinierend finden. Im Hintergrund spielt thailändische
Hardrock-Musik. Der Gesang ist unheimlich sanft. Wenn man Hardrock bei
uns hört, ist das ja immer mit tiefem Gesang verbunden. Die Thailänder,
auch die Männer, haben aber eher eine hohe Stimme, wenn sie singen.
Das hört sich total angenehm, entspannend und gut an. Dabei darf
man nicht vergessen, dass das dann nicht in irgendwelche Rockballaden
mündet, sondern es tatsächlich bei Hardrock bleibt, aber das
Klangerlebnis ist ein anderes, einfach anders und schwer zu beschreiben.
Es wird ziemlich spät, aber ich bin total glücklich mit diesem
Abend.
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