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Freitag, 29. Oktober 2004 (Anfang, 1.Seite)
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Heute morgen komme ich um 8.00 Uhr aus meinem Zimmer, alles ist gepackt. Der Gästehausmann erspäht mich, holt sein Moped und setzt mich hinten drauf. Er hat mich also doch verstanden.
Ja, und dann geht's los, die Auffahrt runter, durch die Gasse zur Bushaltestelle. Ich hätte nie gedacht, dass das so wunderbar klappen würde mit dem Transfer zur Bushaltestelle. Diese Haltestelle hätte ich alleine auch nie gefunden. Als ich die sah, dachte ich, das wäre ein kleines Häuschen zum Unterstellen.
Der Bus müsste eigentlich gegen 8.30 Uhr kommen. Der Gästehausmann zeigt mir das auf seiner Uhr. Er ist so freundlich und will mit mir auf das Einfahren des Busses warten. Wahrscheinlich glaubt er, ich würde mich sonst in den falschen Bus setzen. Der Bus hat Verspätung. Ich sage ihm, er braucht nicht zu warten bis der Bus kommt. Er deutet an, dass er noch was zu erledigen hat. Aber trotzdem bleibt er.
Mit einer halben Stunde Verspätung kommt der Bus dann endlich. Ich steige ein, bezahle einige Baht. Dann winke ich meinem menschenwarmen Freund aus Chiang Klang ein letztes Mal zu. Er winkt ebenfalls zum Abschied.
Dann geht die beeindruckende Fahrt weiter Richtung Norden an die thailändisch-laotische Grenze nach Ban Huey Kon. Ich habe es geschafft. Ich bin sehr stolz auf mich. Mit Einheimischen habe ich es geschafft, in eines der entlegensten Gegenden Thailands zu kommen. Diese Vorgehensweise ist in meinem Kulturkreis nicht weit verbreitet. Aber die Rechnung geht auf, wie ich merke. Das und die Art des Vorgehens machen mich glücklich. Ich merke, wie es sich entwickelt, peu a peu. Es steht nichts im vornherein fest. Aber das Ergebnis des ganzen übertrifft alles andere, was ich bisher erlebt habe. Ich tue alles sehr beherzt.
Im Bus

Bilder vom fahrenden Bus aus



Die Strasse ist zuerst noch kerzengerade.

Ich sehe Berge näher auf uns zukommen. Auf der Mitte der Strecke steigen wir um in einen kleineren Bus. Jetzt wird es enger.
Der kleine Bus quält sich mit vielen Leuten auf der Ladefläche
durch An- und Abstiege in einer nun atemberaubenden Bergwelt. Wir sind
mitten in den Bergen. Die Strasse hält wirklich rasante Steigungen
und Kurven für den Busfahrer und uns bereit.
Das Wetter und die Landschaft hauen mich um. Die Berge sind übrigens
die Ausläufer des Himalaja, wie mir ein Australier auf der Rückfahrt
versichern wird.
Der junge Mann steht hinten auf der Ablage, weil's so voll ist.

Mittendrin steigen mehrmals Familien ab.


Noch einige Eindrücke von der unmittelbaren Umgebung während der Fahrt.
Es sind kleine Häuser zum Ausruhen direkt an der Straße ...

... die sehr kurvig ist.

Weit und breit sind wir das einzige Fahrzeug auf der Straße. Wir sind so weit ab vom Schuß, das kann sich keiner vorstellen.

Hier sind wir oberhalb von Ban Huey Kon. Gerade haben wir einen grenznahen thailändischen Militärposten passiert.

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