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Samstag, 16. Oktober 2004
In der Nacht bin ich ganz schön gestochen worden,
als ich in der Dusche meine Wäsche wusch. So ganz traue ich der Sache
nicht, aber so richtig Angst vor Malaria habe ich auch nicht.
Ich gehe in einem Restaurant am Mekong zu Mittag essen. Da die Leute nur thailändisch sprechen, ist es für mich am einfachsten, auf die Karte zu zeigen.

Ich sehe nur eine Abbildung und thailändische Angaben. Keine Ahnung, was das heißen soll. Ich wähle unvergesslich scharfe Hühnchensuppe. Dass die so scharf ist, das merke ich erst nach der Hälfte der Suppe. Jeder weitere Versuch, noch ein Löffel runterzukriegen, scheitert. Ich laufe hochrot an und schwitze wie verrückt. Außerdem kriege ich Schluckauf. Dann gebe ich mich der fantastischen Mekong-Kulisse hin. Das ist Beruhigung pur.

Ich schlendere über den nahe gelegenen Markt, auf dem neben Fischen aus dem Mekong Gemüse und Bambusprodukten viel Elektronikartikel feilgeboten werden.
Unweit des Stadtkerns ist die Friendship-Bridge, die rüber auf die andere Uferseite nach Laos führt. Ich rufe das Dsai von gestern abend an und verabrede mich mit ihr für den Abend.
Nun gehe ich den 4 km langen Weg zur Friendship-Bridge.
Figur vor dem Holiday Inn Mekong Royal Hotel

Der Weg zieht sich wie Gummi. Aber ich sehe echt schöne einfache Häuser parallel zum Mekongverlauf und viele begraste Flächen mit Weitblick, dazu die Sonne, echt ein Traum. Nach 3 km bin ich erschöpft. Ich warte auf ein Tuk-Tuk. Das kommt dann auch und nimmt mich mit bis zur Friendship-Brücke. Dort angekommen, biege ich direkt in den Weg ein hoch auf die Brücke. Auf der Brücke geht es sehr amüsant zu. Vor mir laufen Mönche in orange gekleidet
Hier ist es total amüsant, nachdem ich irgendwie den Weg auf die Brücke gefunden habe, sehe ich einige Mönche großen Schrittes auf die thailändisch-laotische Grenze zugehen.


Über dem Mekong wird mir klar, wie breit der Fluß ist. Er ist mindestens 1 km breit und man sieht auf der anderen Uferseite nur Grün, keine Siedlung, gar nichts.

Ein Nachwuchsmönch ist auch zugegen.

Ich staune über die Einfachheit der Grenze hier. Einfach nur ein
Schild und dahinter ein Grenzbeamter.
Der Grenzbeamte auf der thailändische Seite, der für Fußgänger
abgestellt ist, verhält sich sehr ruhig. Ihn bringen die vielen Touristen
nicht aus der Ruhe.
Ich gehe zurück und fotografiere das Treiben auf der Strasse.

Ich verlasse die Brücke und stoße dann auf einen lustigen Thailänder im Militär-Dress. Gerne läßt er sich von mir ablichten.

Danach setze ich mich in ein Tuk-Tuk und fahre zurück zum Gästehaus.

Hier lege ich für einige Stunden die Füße hoch. Abends bin ich noch was unterwegs mit Kiki, einem Holländer. Es wird viel erzählt und viel gelacht. Muß ja auch mal sein.
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