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Mittwoch, 27. Oktober 2004
Hier zwei Fotos von meiner Unterkunft in Nan, die ich heute morgen früh verlasse, um weiter Richtung Norden aufzubrechen.


Ich nehme mir heute morgen vor, mit dem Bus weiter nach Chiang Klang, etwa 100 km nördlich von Nan zu fahren. Mein großes Ziel ist Ban Huey Kon an der Grenze zu Laos. Dort will ich bis Freitag sein, denn am Samstag ist wie jeden Samstag Grenzmarkt von Leuten aus Thailand und Laos. Das habe ich in meinem schlauen Thailand-Führer gelesen. Ich finde dieses Vorhaben sehr aufregend, weil es mich in einen sehr entlegenen und ursprünglichen Teil von Thailand führen wird.
Auf dem Weg zum Busbahnhof fotografiere ich noch verschiedene Fassaden von Tempeln, wie sie von der Straße aus erkennbar sind.


Sogar ein Tempel in goldener Farbe steht hier.

Der Bus mit Fahrgästen steht bereit.

Vorher noch den Luftdruck prüfen, bevor es los geht.

Auch ein Fahrgast. (ich habe den Mönch vorher um Erlaubnis gefragt, bevor ich ihn fotografierte)

Dann geht's los. Ich bin jedoch vom irrtümlichen Glauben getrieben, nicht in Chiang Klang, sondern in dem Ort hinter Chiang Klang gäbe es ausschließlich Unterkünfte. Die Leute im Bus sind mir das unentwegt am versichern.
Doch das stimmt nicht ganz. Jedenfalls steige ich in Thung Chang aus, einem Ort hinter Chiang Klang und frage einen Mann, der gerade auf sein Moped steigt, ob es hier eine Übernachtungsmöglichkeit gäbe. Der sagt mir, es gäbe in diesem schönen Örtchen weit und breit kein Hotel oder so was. Der Bus ist weg und Chiang Klang ist ungefähr 5 km weg. Er bietet mir an, mich zurück nach Chiang Klang zu bringen. Dort gibt es genug Übernachtungsmöglichkeiten, wie er mir versichert. Chiang Klang ist in der Tat belebter. Als ich noch vor einer viertel Stunde mit dem Bus in Chiang Klang durchfuhr, kamen wir an einem Markt mit vielen Ständen vorbei, der Dreh- und Angelpunkt in diesem Örtchen zu sein scheint.
Ich nehme also auf dem Rücksitz des Mopeds Platz. Wir fahren zurück nach Chiang Klang. Der Mann fährt mit mir zwei Unterbringungen an. Er geht in der ersten Unterbringung fragen, ob was frei sei. Aber nachdem ich den Preis für diese Unterbringung erfahre, entscheide ich, eine nächste Unterbringung anzusteuern.
Bei der zweiten Unterbringung haben wir Glück. Es sieht aus wie ein kleiner Tempel, viel grün, sehr idyllisch.
Niemand ist da. Wir warten. Nach einigen Minuten kommt die ganze Familie,
die diesen "Tempel" betreibt und wir beratschlagen meine Situation.
Ich habe Glück, der Mopedfahrer redet Thai und Englisch. Er übersetzt
den Leuten, dass ich max. 150 Baht ausgeben kann und dass ich vorhabe,
nach Ban Huey Kon zu fahren, weil ich dort am Samstag beim Grenzmarkt
sein möchte.
Die Leute sind total nett, verstehen aber wahrscheinlich nur die Hälfte.
Ich bekomme ein kleines Zimmer in einem Nachbarhäuschen für 200 Baht die
Nacht. Als ich mich meiner Sachen entledigt habe, gehe ich noch zur Hauptstraße,
die durch Chiang Klang führt. Ich bin etwas außerhalb von Chiang Klang.
Auch an der Hauptstraße angekommen, bin ich nicht direkt im Innern des
Ortes angekommen.
Ich genehmige mir ein kleines Abendessen mit Hühnchen und Reis. Neben
mir nimmt ein Mädchen Platz. Wir unterhalten uns. Sie ist noch sehr jung.
Wir sind uns auf Anhieb sympathisch. Ich stelle ihr ein paar Fragen. Dann,
als ich fertig gegessen habe, fährt sie mich zurück zu meinem Domizil.
Ich frage sie, ob sie mit reinkommen möchte, aber nee, das will sie nicht.
Sie war auch noch sehr jung, so was um die 16-18 Jahre, würde ich schätzen.
Augen zu, würde ich sagen, in dieser idyllischen Übernachtungsstätte kein Problem.
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