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Dienstag, 12. Oktober 2004
Heute geht es los. Ich nehme einen Bus, und fange damit an, das Landesinnere von Thailand zu erkunden.
Als der Morgen anfängt, weiß ich noch nicht, wo und wie der
Weg hingehen soll. Es ist eine ungewohnte Art des Lebens. Noch habe ich
mich nicht dran gewöhnt. Ich entscheide mich für eine Busfahrt
in den Norden Thailands. Es gibt einen Busbahnhof für die Abfahrt
von Bussen in den Norden. Dort lasse ich mich mit dem Taxi hinbringen.
Der Taxifahrer ist sehr gesprächig. Er erzählt mir einige Sachen
aus seinem Leben. Er begleitet mich auch zum Busticketstand, an dem "es
besonders gut ist, Bustickets zu kaufen". Der Bekannte des Taxifahrers
verkauft mir ein VIP-Busticke nach Khon Kaen. Gemessen an deutschen Verhältnissen
ist dieses Ticket jedoch ein Schnäppchen.
Ich nehme in der Mitte des Busses mit wirklich gehobenem Standard Platz.
Es gibt hier einen Fernseher und sofort nach dem Einsteigen bekommen die
Fahrgäste Hühnchen mit Reis in einer Plastikschale serviert,
hmm, jammy..
Im Fernsehen laufen Slapstick-Sendungen. Begeistert starren die Fahrgäste
auf die Mattschaube. Ich finde die Leute komisch, wie begeistert sie von
Slapstick sind. In Deutschland sind wir wesentlich abgebrühter oder
andere Sachen gewöhnt.
Als der Bus am späten Nachmittag in Khon Kaen einfährt, werden
wir am Terminal für Busse von vielen Leuten empfangen, die ihren
Transportdienst anbieten wollen. Jeder Transporteur möchte mich mit
seinem Fahrrad, Moped oder Tuk-Tuk mitnehmen. Jedoch ist mir das alles
zu viel Aufwand. Ich möchte einfach nur die Strassen hinunter gehen.
Es ist ja noch nicht so spät. Es ist noch nicht dunkel. Der in Bangkok
gekaufte Thailand-Führer erweist sich hier als wertvoller Begleiter.
Aber die Unterbringung kann ich nicht direkt finden. Also frage ich rum.
Ich gehe mit meinem großen Rucksack auf dem Rücken über
die Hauptstrasse in Khon Kaen. Ich biege dann in eine Querstraße
ein vorbei an einem Riesenhotel. Des weiteren führt mich der Weg
vorbei an freundlichen Leuten. Einen spreche ich an. Es dämmert bereits
ein wenig. Ich frage ihn, wo eine billige Unterkunft zu finden sei. Er
will mir eine Unterkunft zeigen. Ich bin etwas mißtrauisch, habe
aber nichts dagegen. Wir gehen vorbei an auf der Strasse weilenden Leuten.
Dann biegen wir in eine kleine Gasse ein. Dann erblicke ich ein kleines
Gästehaus. Ich bekomme ein Zimmer oben mit Riesenbett, einem Ventilator,
einen Fernseher bekomme ich dazu gestellt. Der Bruder oder Sohn des Vermieters
hilft mit beim Einrichten. Ich bin erleichtert über ein so schönes
Zimmer mit kleinem Bad und Fernseher. Jetzt sehe ich englische Nachrichten
für den asiatisch-pazifischen Raum. Nebenan höre ich ein Pärchen
reden. Sie hören fröhliche Musik.
Abends gehe ich raus auf die Strasse. Es gibt viele Stände mit Essen.
An einem setze ich mich hin, trinke Cola und genieße leckere Nudelsuppe.

Typischer thailändischer Straßenimbiss:



Am Tisch sitzt auch ein thailändisches Pärchen. Der Mann kann
englisch. Wir unterhalten uns sehr nett. Als wir mit dem Essen fertig
sind, bittet mich der Mann, sie zum Nachtmarkt zu begleiten. Es ist ein
sehr netter Abend. Er rät mir zu einem Ausflug nach Laos. Wie ich
nachträglich erfahren werde, sind Visa für Laos sehr günstig
in Khon Kaen zu erhalten. Als wir uns trennen, fällt mir auf, dass
ich das Kärtchen fürs Hotel gar nicht dabei habe. Ich gehe zurück,
nehme mir dann eine Rikscha bis zum Busbahnhof und dann versuche ich mich
zu erinnern, wie ich vorhin zum Gästehaus gegangen bin. Das Hotel
finde ich dann schließlich doch noch.
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