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Freitag, 29. Oktober 2004 (Ende, 3. Seite)
Später mache ich mich auf und gehe die Strasse runter nach Ban Huey Kon.


Die Leute hier sind wie verrückt nach mir. Es sind auch nicht viele hier in diesem winzig kleinen Örtchen. Aber ich bin unerwartet die Sensation. Aber ich bleibe nicht zu lange. Ich kaufe ein paar Kleinigkeiten ein und bringe diese zurück in mein Zimmer. So habe ich ein bißchen Suppe für den Abend.
Auf dann entschließe ich mich weiter zu gehen als eben, als ich meine erste Erkundungstour machte. Ich möchte schon mal sehen, wie es so ist an der thailändisch-laotischen Grenze. Ich gehe los in der Erwartung, dass ich so weit komme.
Während ich auf dem Weg bin zur Grenze, kommt ein Mopedfahrer von hinten, fährt an mir vorbei und hält dann wenig später. Er bietet mir an, mich mitzunehmen. Als begeisterter Wandersmann kann ich mir ein anfängliches Zögern nicht verkneifen, doch dann sehe ich auf die Uhr und ich merke, ja, es ist auf jeden Fall vernünftig, das Angebot anzunehmen.
Wir sausen dann hinunter ins Tal. Alles, was ich heute zu sehen kriege, ist eine Polizeistation von weitem, einige Strassenbauarbeiter und das Schild, das zur thailändisch-laotischen Grenze zeigt und damit auch zum Grenzmarkt.




Ich bin begeistert, meinem Ziel so nahe zu sein. Doch heute reicht es mal bis hier hin. Ich arrangiere die Heimfahrt mit einem Bauarbeiter und fahre dann zurück in einem kleinen Lastwagen, nicht hinten sondern vorne mit dem Fahrer (die anderen Kollegen mußten hinten auf der Ladefläche mit einem Platz Vorlieb nehmen).
Kurze Zeit später sind wir wieder unweit meines Quartiers. Ich entschließe mich, den letzten Kilometer zu Fuß zu gehen. Ich bedanke mich herzlich bei den Bauarbeitern, bevor sie dann davon brausen.
Es gelingen mir noch einige Aufnahmen von der Urwaldlandschaft unweit meines Quartiers, als es abendlich dämmert.




Ich gehe die Strasse weiter zurück, ...
... hole mir noch ein, zwei Bier und wenige Zeit später bin ich wieder bei meinem Quartier angelangt. Ich rede noch einige Takte mit meinem Quartiergeber. Er ist bereit, mich morgen früh zu wecken, damit ich rechtzeitig zum Markt komme. Er meint, das wird schon sehr früh werden, etwa 6.00 Uhr. Bekannte von ihm, die selbst einen Marktstand hätten, würden mich mitnehmen. Ich bin froh über diese Lösung.
Den Rest des Abends verbringe ich vor dem Quartier auf dem Vorplatz des Anwesens, esse heiße Suppe, heiß gemacht mit Esbit-Steinen und trinke 2 Bier. Der Himmel wird dunkelblau, ...


... dann schwarz. Ich sehe den Mond und die Sterne. Die sind so klar. Ich habe das Gefühl, als würden sie alle mir gehören. Ich bin glücklich, auch wenn ich etwas einsam bin. Als ich fast pappsatt bin, lege ich mich zufrieden in die Heier.
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